Höhe des Forschungsbudgets für erneuerbare Energien in der Schwebe [DE]

Vertreter der europäischen Unternehmensverbände für erneuerbare Energien warnen davor, dass sich die Kommission entgegen der Position des Europäischen Parlaments nicht darauf festlegen wird, dass künftig zwei Drittel des EU-Energieforschungsbudgets für erneuerbare Energien eingesetzt werden.

In einer Abstimmung über das 7. Forschungsrahmenprogramm am 15. Juni hat sich das Europäische Parlament dafür ausgesprochen, dass künftig zwei Drittel des Forschungsbudgets erneuerbaren Energien zufließen.  

Von dem € 2,4 Milliarden umfassenden Energieforschungsbudget für den Zeitraum 2007 – 2013 sollten nach Auffassung der Mitglieder des Europäischen Parlaments € 1,6 Milliarden für die Erforschung erneuerbarer Energien und für Energieeffizienz- und Energieeinsparungsprogramme verwendet werden (s. EURACTIV, 16. June 2006). 

Vertreter der Verbände für erneuerbare Energien werfen der Kommission nun  allerdings davor, dass sie diese Bedingung in der überarbeiteten Version des 7. Forschungsrahmenprogramms, welche sie am Montag (24. Juni) dem Wettbewerbsrat vorlegen will, fallen gelassen habe.

Christian Kjaer, Geschäftsführer der Europäischen Windenergievereinigung, sagte, dass zuvor so viele schöne Dinge über die wichtige Bedeutung der erneuerbaren Energien und Energieeffizienz gesagt worden seien, dass nun aber, da Entscheidungen getroffen werden, niemand mehr darüber reden würde.

Bezüglich dieses Sachverhalts sagte ein Sprecher der Kommission gegenüber EURACTIV, dass sie sich alle Optionen offen halten und die Möglichkeit behalten wolle, selbst zu entscheiden, welche Projekte sie für finanzierungswürdig halte.  

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