Gazprom-Exporte nach Deutschland steigen auf Rekordhoch

Deutschland ist der wichtigste Gazprom-Kunde im Ausland.

Deutschland hat so viel Erdgas wie noch nie vom russischen Staatskonzern Gazprom eingekauft. Die Beziehungen beider Länder sind seit der russischen Annexion der Krim und dem Eingreifen in Syrien angespannt.

Trotz der diplomatischen Spannungen zwischen Russland und dem Westen hat der Staatskonzern Gazprom 2016 so viel Erdgas wie nie zuvor nach Deutschland verkauft. Die Menge sei im Vergleich zum Vorjahr auf den neuen Rekordwert von 49,8 Milliarden Kubikmeter gestiegen, teilte der Konzern am Montag mit. Dies entspricht einem Anstieg um etwa neun Prozent. Und der Trend hält an. In der ersten Januarhälfte habe es im Vergleich zum Vorjahr sogar um 21 Prozent höhere Ausfuhren nach Deutschland gegeben.

Gazprom-Deal unter Dach und Fach

Die EU hatte dem Deal bereits vor einem Monat zugestimmt. Die Pipeline gehört zum Transportunternehmen Opal, deren Eigner der deutsche Chemiekonzern BASF und der russische Staatskonzern Gazprom sind.

Deutschland ist der wichtigste Gazprom-Kunde im Ausland, in ganz Europa kommt das Unternehmen auf einen Marktanteil von einem Drittel. Auf politischer Ebene gibt es daher die Sorge, dass die Europäische Union zu stark von russischem Gas abhängig ist. Die EU hat Russland wegen der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim mit Wirtschaftssanktionen belegt. Auch wegen des russischen Eingreifens in Syrien ist das Verhältnis zwischen der Regierung in Moskau und dem Westen so schlecht wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr.

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