Fridays for Future organisiert ersten globalen Online-Streik

Alles digital: Zum heutigen internationalen Klimastreik projiziert Greenpeace das Abbild protestierender Menschen an den Bundestag. [Filip Singer/ epa]

Einige Wochen war es still um Fridays for Future, doch heute startet die Bewegung ihren ersten globalen Online-Streik. Livestreams, Fotos eigener Plakate und lokale Aktionen sollen den Klimaschutz nicht aus dem Auge verlieren lassen.

Fridays for Future hat für Freitag wegen der Corona-Krise zu einem großangelegten sogenannten digitalen Netzstreik für das Klima aufgerufen. In Deutschland werden Unterstützer aufgerufen, unter dem Hashtag #NetzstreikFürsKlima und in einem offiziellen Livestream (12.00 Uhr) mit Aktivisten und Prominenten sowie Schalten zu Aktionen im ganzen Land zu folgen. Zudem sollen sie teilnehmen, indem sie Protestplakate in ihrem persönlichen Umfeld platzieren und Aufnahmen davon hochladen. Etwa in Bonn würden sich knapp 20 junge Leute in der Stadt verteilen, jedoch einzeln und stumm mit Schildern, kündigte die Ortsgruppe an.

Der virtuelle Protest soll ein Ersatz für die Teilnahme an den sonst üblichen Versammlungen der zumeist jungen Klimaschützer sein. Wegen Corona sind solche Zusammenkünfte derzeit unmöglich. Fridays for Future unterstützt die Beschränkungen nach eigenen Angaben voll. Nach wie vor dürfe aber auch die Klimakrise nicht aus den Augen verloren werden, hieß es im deutschen Aufruf zu dem globalen Aktionstag, der zugleich in vielen anderen Staaten läuft. „Es kann auch nicht das ganze Jahr so sein, dass der zivile Protest ausfällt. Er kann sich nicht nur auf Online-Petitionen beschränken, wir brauchen Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit – auch außerhalb des Internets“, sagte Carla Reemtsma, Sprecherin der Bewegung.

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