Finnland baut weltweit erste Fabrik die Kleidung recycled

Die von dem 2016 gegründeten Start-up-Unternehmen Infinited Fiber Company entwickelte Technologie ermöglicht die Umwandlung von baumwollreichen Textilabfällen in eine neue Regeneratfaser. [Shutterstock/NicoleTaklaPhotography]

Ein finnisches Unternehmen hat am Montag seine Pläne für den Bau einer Fabrik zur Wiederverwendung von Textilabfällen bekannt gegeben und damit einen wichtigen Schritt in Richtung Recycling und Umweltschutz getan.

Die von dem 2016 gegründeten Start-up-Unternehmen „Infinited Fiber Company“ entwickelte Technologie ermöglicht die Umwandlung von baumwollreichen Textilabfällen in eine neue Regeneratfaser.

Die Fabrik, die nach eigenen Angaben die erste ihrer Art weltweit ist, soll bis 2025 voll betriebsbereit sein.

In der Stadt Kemi an der Nordküste der Ostsee soll die Fabrik durch ein 400-Millionen-Euro-Investment in einer stillgelegten und leerstehenden Papierfabrik entstehen.

Der Pressemitteilung des Unternehmens zufolge soll die jährliche Faserproduktionskapazität 30.000 Tonnen betragen, was für etwa 100 Millionen T-Shirts ausreichen würde.

Ein durchschnittlicher finnischer Verbraucher wirft pro Jahr etwa 13 Kilo Kleidung weg. Seit 2016 ist es jedoch verboten, sie auf Mülldeponien zu entsorgen, sodass sie in gewöhnlichen Müllcontainern landen.

Solche Berichte beeinträchtigen das Image der Modeunternehmen. Daher will die Infinited Fiber Company mit ihrer Regeneratfaser namens Infinna das Interesse der Textilindustrie wecken, die auf eine Umstellung auf Kreislaufwirtschaft hofft.

Bei einem Medientreffen am Montag (20. Juni) betonte CEO Petri Alava, dass die Kunden des Unternehmens wie H&M und Adidas nun die Einhaltung höchster Umweltstandards fordern.

Laut Alava liegt die konkreteste Verbesserung in der Einsparung von Wasser.

Für die Herstellung eines Baumwoll-T-Shirts in einem traditionellen Verfahren werden etwa 2.700 Liter sauberes Wasser benötigt. Mit der neuen Technologie sollen bis zu 99 Prozent dieser Menge eingespart werden, so das Unternehmen.

Subscribe to our newsletters

Subscribe