Finnische Windparks als Sicherheitsrisiko

Turbinen mit einer Höhe von mehr als 50 Metern oder in der Nähe strategischer Gebiete bedürfen der Zustimmung der Streitkräfte. [Shutterstock/Oleksii Sidorov]

Nach Ansicht der finnischen Streitkräfte sollten in Ostfinnland keine weiteren Windparks gebaut werden, da Windturbinen den Radarbetrieb entlang der 1 300 Kilometer langen Landgrenze zu Russland stören.

Turbinen mit einer Höhe von mehr als 50 Metern oder in der Nähe strategischer Gebiete bedürfen der Zustimmung der Streitkräfte. Nach Angaben des Militärs muss der Abstand zwischen einer Windkraftanlage und einer Radaranlage mindestens 40 Kilometer betragen.

Denn Windparks erzeugen Schattenzonen, die die Reflexionen stören und die regionale Überwachung erschweren.

In den letzten zehn Jahren waren etwa 80 Prozent der Stellungnahmen vonseiten der Armee zur Errichtung von Windparks positiv, bis sich die Sicherheitslage aufgrund des Ukraine-Kriegs und des finnischen NATO-Beitrittsantrags änderte.

In diesem Jahr wurden die meisten Anträge für Windparks abgelehnt. Es scheint schwierig, Finnlands Bestrebungen nach Selbstversorgung mit Strom und die Förderung des ökologischen Wandels mit der Berücksichtigung von Sicherheitsbedenken in Einklang zu bringen.

Die regionalen Ungleichgewichte werden sich voraussichtlich weiter verschärfen, da die meisten Windparks im Westen des Landes errichtet werden.

Das bedeutet, dass die östliche Region erhebliche Investitionen verlieren könnte. Aus diesem Grunde fordern die östlichen Gemeinden bereits eine Entschädigung, um die Verluste auszugleichen.

Nach Angaben des finnischen Windenergieverbands beträgt der Anteil der Windenergie am Stromverbrauch in Finnland derzeit etwa 10 Prozent. Ziel ist es, bis 2025 27 Prozent zu erreichen. Bis Ende dieses Jahres soll es rund 1.000 Windkraftanlagen im Land geben.

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