Im Rahmen der slowenischen EU-Präsidentschaft wurde am Dienstag (30. November) in Brüssel eine Strategie für genetische Ressourcen in Europa vorgestellt.
Die Strategie sei ein politischer Rahmen, der den Übergang zu einem wirksamen Schutz genetischer Ressourcen und ihrer nachhaltigen Nutzung in der EU erleichtere, erklärte das slowenische Ministerium für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Ernährung in einer Erklärung.
Die Strategie wurde nach Abschluss des dreijährigen GenResBridge-Projekts vorgestellt, an dem mehrere Partner aus verschiedenen Ländern beteiligt waren. Dieses Projekt wurde vom Europäischen Forstinstitut koordiniert und mit 3 Millionen Euro aus dem EU-Programm Horizont 2020 kofinanziert.
Die Strategie wird dazu beitragen, unser Verständnis der aktuellen Situation und der Trends bei der Entwicklung, Erhaltung, Kommunikation und Integration genetischer Ressourcen von landwirtschaftlichen Pflanzen und ihren „wilden“ Verwandten, Haustieren und Waldbäumen zu verbessern“, sagte Minister Jože Podgoršek in seiner Ansprache per Videolink bei der Veranstaltung.
Das Ministerium sieht die neue Strategie als Grundlage für die Erhaltung und nachhaltige Nutzung genetischer Ressourcen, die parallel zu den Strategien für pflanzen-, tier- und forstgenetische Ressourcen für Europa eingeführt wurde.
Zwei slowenische Partner – das Forstinstitut und die Universität Ljubljana – waren ebenfalls am GenResBridge-Projekt beteiligt, was laut Podgoršek „kein Zufall ist, da sich Slowenien seit langem der Rolle der Erhaltung genetischer Ressourcen und ihrer nachhaltigen Nutzung bewusst ist“.
Vor GenResBridge war ab 2014 in Slowenien, Deutschland und Griechenland ein weiteres Projekt, Lifegenmon, gestartet worden. Ziel dieses Projekts ist es, die Anpassungsfähigkeit der Bäume an Umweltveränderungen durch die Entwicklung eines forstlichen Genmonitorings zu erhalten.
Im Rahmen von Lifegenmon wurde auch das erste Handbuch für das forstliche Genmonitoring erstellt, so das Ministerium, das hinzufügte, dass die Erhaltung der biotischen Vielfalt der Wälder für eine nachhaltige, natürliche und mehrzweckmäßige Waldbewirtschaftung von grundlegender Bedeutung ist.
Der Forstdienst ist ein weiterer slowenischer Partner, der sich an Projekten zur genetischen Vielfalt beteiligt, vor allem beim Transfer von Know-how aus der Wissenschaft in die Praxis.
Sowohl der Forstdienst als auch das Forstinstitut nehmen auch an Life Systemec teil, einem Forstwirtschaftsprojekt, das von der italienischen Universität Florenz geleitet wird und noch bis 2023 geplant ist.

