Estland plant Bau von Europas erstem Mini-Atomkraftwerk

Erst kürzlich hat die estnische Regierung beschlossen, Kraftwerke, die mit Ölschiefer befeuert werden, bis 2035 vom Netz zu nehmen. [Shutterstock]

Estland plant – zur Sicherung und Steigerung seiner Energieerzeugung – seinen ersten Kernreaktor, einen kleinen modularen Reaktor, innerhalb von etwa zehn Jahren fertig zu stellen.

Die Anlage soll etwa 100 Kilometer östlich von Tallinn, an der Küste des Finnischen Meerbusens, stehen, berichtete der estnische Rundfunk ERR

Auch das Erreichen der Klimaziele ist ein wesentlicher Beweggrund für das Projekt: Estlands Emissionen bei der Stromerzeugung sind die höchsten in Europa.

Erst kürzlich hat die Regierung beschlossen, Kraftwerke, die mit Ölschiefer befeuert werden, bis 2035 vom Netz zu nehmen.

Am Dienstag wurde bekannt, dass das belgische Ingenieurbüro Tractebel beschlossen hat, in die estnische Fermi Energia, die für das Projekt verantwortlich ist, zu investieren und Anteilseigner zu werden.

Eine beratende Rolle hat der finnische Energiekonzern Fortum.

Kleine modulare Reaktoren (SMR) gelten als sicherer als traditionelle Reaktoren und können in der Nähe von Städten betrieben werden.

Laut einer Studie der Deep Isolation Company würde sich estnischer Boden gut für die Entsorgung von Atommüll eignen.

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