Bundesweiter Klimastreik beginnt mit Straßenblockaden in mehreren Großstädten

Bundesweit wollen am Freitag hunderttausende Menschen in mehr als 500 Städten zu einem neuerlichen Klimastreik auf die Straßen gehen. Dies ist Teil eines globalen Aktionstags, der zuvor bereits in Australien begonnen hatte. [EPA-EFE/STEPHANIE LECOCQ]

Zum Auftakt des neuen bundesweiten Klimastreiks haben Aktivisten am Freitagmorgen in mehreren Städten den Autoverkehr mit Blockaden und Fahrraddemonstrationen gestört. In Frankfurt am Main besetzten Menschen nach Angaben der Polizei an zunächst drei Stellen Straßen. Die Beamten kündigten auf Twitter zugleich an, die Blockaden wegen der dadurch ausgelösten Unfallgefahren räumen zu lassen.

Auch aus Bremen meldete die Polizei eine Straßenbesetzung. Dort war eine wichtige Kreuzung im Innenstadtbereich und damit auch eine Weserbrücke von mehr als hundert Menschen blockiert, der öffentliche Nahverkehr lief aber. Die Stimmung sei „friedlich“, teilten die Beamten auf Twitter mit.

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Die Koalitionsspitzen verhandeln am Donnerstag Abend die letzten offenen Punkte des Klimaschutzgesetzes. Deutschland kann damit ein starkes Signal nach Brüssel senden, wo übre eine Erhöhung der Klimaziele für 2030 debattiert wird.

In Berlin versammelten sich am Freitagmorgen zahlreiche Fahrradfahrer zu einer Demonstrationsfahrt durch das westliche Stadtgebiet, was ebenfalls zu größeren Störungen im Berufsverkehr führte. Bundesweit wollen am Freitag hunderttausende Menschen in mehr als 500 Städten zu einem neuerlichen Klimastreik auf die Straßen gehen. Dies ist Teil eines globalen Aktionstags, der zuvor bereits in Australien begonnen hatte.

Die vor allem von Schülern und Studenten getragene Bewegung Fridays for Future wird dabei in Deutschland erstmals in großem Stil von anderen Verbänden und Organisationen unterstützt. Darunter sind unter anderem die Gewerkschaft Verdi, die Evangelische Kirche sowie Kinderschutz-, Umwelt- und Hilfsorganisationen, Künstler oder auch Elternnetzwerke.

Parallel dazu planten andere Aktionsbündnisse und Gruppierungen wie die Bewegung Extinction Rebellion eigene Proteste. Sie hatte im Vorfeld bereits Straßenblockaden und anderen Aktionen angekündigt, um ihre Forderung nach besserem Klimaschutz zu unterstreichen. In Berlin soll am Nachmittag das sogenannte Klimakabinett der Bundesregierung über Maßnahmen zu entscheiden.

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