Bundesregierung könnte Hürden für Fracking senken

Foto: Hiksch (CC BY-NC-SA 2.0)

Die Bundesregierung will einem Medienbericht zufolge die geplanten Hürden für die Gasförderung mit der umstrittenen Fracking-Methode senken.

Vollzieht die Bundesregierung eine Kehrtwende in der Fracking-Politik? Laut einem Bericht des „Spiegel“ sollen Probebohrungen möglich sein, wenn ein Expertengremium aus sechs Wissenschaftlern keine Bedenken erhebt. Zudem soll die geplante Vorschrift gestrichen werden, nach der Fracking erst ab einer Tiefe von 3000 Meter erlaubt sein soll. Geplant sei, ein entsprechendes Gesetz noch in diesem Jahr durch den Bundestag zu bringen.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks wies die Berichte zurück. Kommerzielles Fracking über 3000 Metern werde nicht erlaubt. Zu wissenschaftliche Zwecken können zwar Probebohrungen durchgeführt werden – aber nur ohne den Einsatz von wassergefährdenden Frackflüssigkeiten, sagte Hendricks am Montag im „Deutschlandfunk“.

Beim Fracking werden Chemikalien eingesetzt, um das Gas aus Gesteinsschichten zu lösen. Umweltschützer wenden ein, das Grundwasser könne durch die giftigen Substanzen kontaminiert werden. Nach früheren Plänen sollte Fracking in Deutschland praktisch unmöglich gemacht werden. In den USA führte der Fracking-Boom zu niedrigen Energiepreisen, wovon auch die Wirtschaft profitiert. Allerdings ist die Branche mittlerweile durch stark fallende Ölpreise unter Druck geraten.

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