Bulgarien und Griechenland planen Bau einer Wasserstoff-Pipeline

Darüber hinaus gibt es ein gemeinsames Projekt zur Verbindung von Sofia und Thessaloniki mit einer Wasserstoffpipeline. Die Energiewende hat auch mit der Energiesicherheit zu tun, so Malinov.

Das staatliche Unternehmen Bulgartransgaz plant mehrere Energieprojekte, um den Anschluss an Griechenland zu verstärken, wie eine Wasserstoff-Pipeline und mehr Interkonnektoren.

Die Projekte werden gemeinsam mit Griechenland erarbeitet, erklärte der Exekutivdirektor von Bulgartransgaz Vladimir Malinov während des Sofia Economic Forum III. Malinov fügte hinzu, dass er nächste Woche zu weiteren Gesprächen in Athen sein wird.

Laut Malinov ist es das Ziel, bis zum 1. Januar 2025 eine Stromverbindung mittels Interkonnektoren von mindestens 5 Prozent des Gesamtverbrauchs zu erreichen.

Darüber hinaus gibt es ein gemeinsames Projekt zur Verbindung von Sofia und Thessaloniki mit einer Wasserstoffpipeline. Die Energiewende hat auch mit der Energiesicherheit zu tun, so Malinov.

Ab sofort werde man auf Wasserstoff umsteigen, der keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung zum Gas sei, sagte der Chef von Bulgartransgaz. Er fügte hinzu, dass das Verhältnis von grünem Wasserstoff zu Erdgas im Laufe der Zeit steigen werde.

Was die Diversifizierung der Erdgasquellen anbelangt, so wurde mit der Beteiligung von Bulgartransgaz am Flüssiggasterminal die erste Investition eines staatlichen Unternehmens außerhalb Bulgariens getätigt.

Malinov sei überzeugt, dass das Flüssiggasterminal spätestens am 1. Januar 2024 betriebsbereit sein wird und Bulgarien eine andere Quelle und einen wettbewerbsfähigen Preis bieten wird.

Das Terminal befindet sich in der Nähe der griechischen Stadt Alexandroupolis. Bulgartransgaz ist mit einem Anteil von 20 Prozent einer der Aktionäre. Das Terminal wird über eine 28 Kilometer lange Pipeline an das griechische Gastransportnetz angeschlossen.

Über die bestehenden Leitungen wird das Gas nach Bulgarien, Serbien und Nordmazedonien gelangen können.

Das andere Projekt, die Erweiterung des unterirdischen Gasspeichers in Chiren, Bulgarien, soll nicht nur Bulgarien, sondern auch die Länder der Region versorgen. Zusammen mit der Investition in das Flüssiggasterminal wird die Erweiterung dem Markt mehr Stabilität verleihen, sagte Malinov.

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