Irans Außenminister Mohammad Javad Zarif will Europa, speziell Deutschland und Frankreich, zu Investitionen bewegen, insbesondere im Gas-und Energiesektor. Ein neues politisches Umfeld werde mehr Vertrauen schaffen.
In der Vergangenheit sei Europa einer der wichtigsten Handelspartner des Iran gewesen, sagt Außenminister Mohammad Javad Zarif im Gespräch mit Energlobe.de, einem wirtschafts- und energiepolitischen Online-Magazin, in Berlin. Doch hätten Einschränkungen und Sanktionen dazu geführt, dass diese Handelsbeziehungen zurückgegangen seien. Jetzt seien beide Partner endlich wieder bereit, eine ernsthafte Lösung zu finden. Zarif ist zuversichtlich, dass eine Einigung möglich ist.
Die Wirtschaft im Iran öffne sich immer weiter, sicherte der Außenminister zu. Es sei wichtig, dass europäische Unternehmen – insbesondere in Frankreich und Deutschland – endlich wieder über eine mögliche Rückkehr nachdenken. Das wirtschaftliche Potenzial des Landes biete Vorteile für Iran, aber es verspreche auch ein neues politisches Umfeld. Steigende Investitionen führen dazu, dass sich das Vertrauen in den Iran als Handelspartner wiederherstellt.
Präsident Rouhani stelle eine Überarbeitung der Rahmenbedingungen für Investitionen in Aussicht, insbesondere im Gas-und Energiesektor. Laut Zarif dürften sich dadurch Investoren künftig ein besseres Klima erhoffen. Iran biete eine sichere und stabile Energieversorgung für Europa, weil dort die Energiepolitik von unabhängigen Entscheidungen und nicht von der Politik gelenkt sei.
Europa strebe eine Diversifizierung der Energiequellen an. Bei diesem Ziel könne Iran, das über die größten Gasreserven und die viertgrößten Ölreserven der Welt verfüge, helfen, so Zarif zu Energlobe.de.
red.
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Das Interview (auf Englisch) mit Energlobe.de sehen Sie hier.

