Schwedens Tele2 wählt Nokia für das 5G-Kernnetz

"Wir sind stolz darauf, unsere langjährige Beziehung mit Tele2 auf dem Weg in die 5G-Ära weiter auszubauen," so Nokia-Chef Raghav Sahgal. [EPA-EFE/LONG WEI]

Der Telekommunikationsanbieter Tele2 wird mit dem finnischen Unternehmen Nokia zusammenarbeiten, um das 5G-Kernnetz in Schweden und den baltischen Staaten zu errichten. Das bestätigte das Unternehmen am heutigen Montag.

Der schwedische Konzern teilte weiter mit, die neue „Kerninfrastruktur“ werde sowohl 4G- als auch 5G-Konnektivität unterstützen und damit höhere Geschwindigkeiten und geringere Latenzen ermöglichen.

„Wir sind stolz darauf, unsere langjährige Beziehung mit Tele2 auf dem Weg in die 5G-Ära weiter auszubauen,“ so seinerseits Raghav Sahgal, Präsident von Nokia Cloud and NetworkServices, in einer Erklärung.

5G und Huawei: US-Regierung lobt deutsche Pläne

Die US-Regierung hat Presseberichte begrüßt, wonach Deutschland eine härtere Gangart gegen den chinesischen Telekom-Giganten Huawei einlegen könnte.

Schweden – übrigens Heimat des Nokia-Konkurrenten Ericsson – hatte im vergangenen Oktober angekündigt, man werde die chinesischen Unternehmen Huawei und ZTE aufgrund von Sicherheitsrisiken von der 5G-Einführung ausschließen.

Andere europäische Länder haben die Kontrollen für chinesische Firmen, die 5G-Netzwerke bauen, auf Druck Washingtons ebenfalls verschärft. Die alte (und wohl auch neue) US-Regierung behauptet, Huawei-Ausrüstung könnte von Peking für Spionagezwecke genutzt werden. Huawei hat wiederholt abgestritten, ein nationales Sicherheitsrisiko für irgendwelche EU-Staaten zu sein.

Tatsächlich hat das chinesische Unternehmen vergangene Woche auch Berufung gegen eine Gerichtsentscheidung eingelegt, die es der schwedischen Telekom-Regulierungsbehörde PTS erlaubte, die 5G-Spektrum-Auktionen erneut aufzunehmen.

Tele2 hatte für sein 4G-Netz auf Huawei als Lieferanten vertraut.

Kabinett billigt IT-Sicherheitsgesetz: Hohe Hürden für Huawei

Das Gesetz ist ein Durchbruch für Deutschlands Cybersicherheit”, sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer. Konkret ist vorgesehen, dass die Bauteile von Lieferanten strenger geprüft werden.

15 EU-Staaten schlagen Alarm wegen "Anti-5G-Bewegung"

Mehrere EU-Staaten drängen die Europäische Kommission, der „Desinformation im Zusammenhang mit 5G-Telekommunikationsnetzen“ entgegenzuwirken. Gleichzeitig zeichnet sich ab, dass der Block die Ziele für die Einführung der neuen Technologie verfehlen könnte.

5G-Ausbau: Außenministerium darf mitreden – ohne Veto

Das kommende IT-Sicherheitsgesetz soll unter anderem das deutsche 5G-Netz schützen. In der Huawei-Frage kämpfte vor allem das Auswärtige Amt um ein Vetorecht. Nun darf es mitbestimmen – aber nicht alleine blockieren.

Subscribe to our newsletters

Subscribe
UNTERSTÜTZEN