Spanien wird mit Impfung von Kindern im Alter von 5-11 Jahren beginnen

Die erste Charge der Anti-COVID-19-"Kinderimpfstoffe" wird voraussichtlich am 13. Dezember in Spanien eintreffen. [Shutterstock/Volurol]

Die spanische Kommission für öffentliche Gesundheit und die Gesundheitsvertreter der 17 Regionen des Landes haben am Dienstag eine neue Anti-COVID-19-Strategie gebilligt. Darunter wird die Impfung von Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren im Rahmen einer neuen Kampagne ermöglicht, die nächste Woche beginnen soll.

Nach dem Vorschlag der Europäischen Arzneimittelagentur, Kinder unter 12 Jahren mit Impfstoffen von Pfizer zu impfen, beschloss das Gesundheitsministerium, eine koordinierte Impfagenda für Minderjährige umzusetzen, berichtete EURACTIVs Partner EFE.

Die erste Charge der Anti-COVID-19-„Kinderimpfstoffe“ wird voraussichtlich am 13. Dezember in Spanien eintreffen. Die Impfungen könnten am 15. Dezember beginnen, so Quellen aus dem Gesundheitswesen gegenüber EFE.

Jede der beiden Impfungen von Pfizer enthält ein Drittel der Gesamtdosis für Erwachsene. Kinder mit geschwächtem Immunsystem – mit bestimmten Krankheiten, Transplantationen oder Krebspatienten – werden in die erste „Prioritätsgruppe“ aufgenommen. Die zweite Impfung wird fast zwei Monate nach der ersten verabreicht.

Die Kommission für öffentliche Gesundheit, in der Expert:innen des Gesundheitsministeriums und der Regionen vertreten sind, hat sich auf Ersuchen des Impfstoffausschusses des Landes für ein achtwöchiges Intervall entschieden, damit alle Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren in kurzer Zeit mit mindestens einer Dosis geimpft werden können.

In Spanien haben etwa 3,3 Millionen Kinder dieser Altersgruppe Anspruch auf die COVID-19-Impfung. Bisher haben Kinder unter 12 Jahren die höchste kumulative Inzidenz von COVID-19.

Die Gesundheitskommission hofft, die Belastung durch die Krankheit bei Kindern und die Übertragung im familiären Umfeld, in Schulen und in der Gemeinde zu verringern.

Gesundheitsexpert:innen betonten, wie wichtig es ist, Kinder vor der akuten Form der Krankheit, möglichen künftigen Erkrankungen und dem persistierenden COVID-Syndrom oder „long COVID“ zu schützen.

In der Zwischenzeit hat ein von Hipra-pharma entwickelter spanischer DNA-basierter Impfstoff in humanisierten Mausmodellen eine 100%ige Wirksamkeit erzielt. Er könnte in der zweiten Hälfte des Jahres 2022 in der Europäischen Union für die Verwendung beim Menschen zugelassen werden.

Nach Angaben von Hipra wird der neue Impfstoff billiger sein, ein höheres Schutzniveau bieten und einfacher zu lagern sein als die derzeitigen mRNA-Impfstoffe von Pfizer oder Moderna. Er wird auch gegen die Omicron-Variante wirksam sein, berichtete der spanische öffentliche Rundfunk (RNE) am Dienstag.

Quellen im staatlichen Centro Superior de Investigaciones Científicas (CSIC), wo der neue Impfstoff getestet wird, betonten, dass er, „wenn alles gut geht“, noch vor Ende 2022 beim Menschen eingesetzt werden könnte.

Klinische Tests ergaben einen „100-prozentigen Schutz“ gegen Infektionen mit dem ursprünglichen COVID-19-Stamm aus Wuhan.

Der Impfstoff tritt nun in die zweite Phase der Studie ein, in der 1 075 Freiwillige rekrutiert werden, um die Sicherheit und Wirksamkeit des Medikaments als Auffrischungsdosis zu überprüfen, sagte Laura Ferrer, leitende Managerin für Forschung und Entwicklung im Bereich der menschlichen Gesundheit bei Hipra, laut spanischen Online-Medien.

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