Spanien will vierte Corona-Impfdosis im Herbst genehmigen

Die neue Impfung wird zunächst den älteren Menschen und Personen, die in Altersheimen leben, verabreicht,, bevor sie auf jüngere Altersgruppen ausgeweitet wird, so Quellen aus dem Gesundheitswesen gegenüber EURACTIVs Partner EFE. [Shutterstock/hedgehog94]

Die Regierung in Madrid werde im Herbst eine vierte Corona-Dosis genehmigen und dabei den Risikogruppen Vorrang einräumen, bestätigte die spanische Gesundheitsministerin Carolina Darias am Donnerstag.

„Es wird eine vierte Dosis für die gesamte Bevölkerung geben. Das hat die Kommission für öffentliche Gesundheit beschlossen (…) Als Termin kommt wahrscheinlich der Herbst infrage, denn wir warten (…) auf die Ankunft neuer, an die Varianten angepasster Impfstoffe, wie es in den Verträgen steht, die wir (…) über die Europäische Union mit Pharmaunternehmen unterzeichnet haben“, sagte Darias gegenüber dem privaten Fernsehsender La Sexta.

Die neue Impfung solle zunächst älteren Menschen und Personen, die in Altersheimen leben, verabreicht werden, bevor sie auf jüngere Altersgruppen ausgeweitet wird, so Quellen aus dem Gesundheitswesen gegenüber EURACTIVs Partner EFE.

Seit Beginn der Pandemie im März 2020 hat Spanien nach offiziellen Angaben rund 107.000 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus verzeichnet.

Im Februar 2022 hatte Amnesty International die „schlechte Leistung“ der spanischen Staatsanwaltschaft bei der Aufklärung von über 35.000 Todesfällen älterer Menschen in Pflegeheimen während des Höhepunkts des Corona-Ausbruchs im März und April 2020 beklagt.

Die meisten dieser „Corona-Akten“ seien geschlossen worden, ohne dass Angehörige der Opfer aussagen konnten oder ohne die Aufnahme wichtiger Informationen, die für künftige Ermittlungen von Nutzen sein könnten, sodass viel Raum für „Straflosigkeit“ geblieben sei, so der spanische Zweig der NGO.

Subscribe to our newsletters

Subscribe