Salzburg bereitet sich auf Triage vor, Intensivbetten sind fast voll belegt

Der Direktor der Salzburger Krankenhäuser - eines der neun Bundesländer Österreichs - hat ein Triage-Team ernannt, das darüber entscheidet, wer auf der Intensivstation behandelt wird. [EPA-EFE / Georg Hochmuth]

Der Direktor der Krankenhäuser in Salzburg hat ein Triage-Team ernannt, das darüber entscheidet, wer auf den Intensivstationen behandelt wird, da die Belegungsrate in diesem Bundesland fast an der Kapazitätsgrenze liegt.

In der aktuellen Eskalationsstufe sind 272 Betten in Intensivstationen, die normalerweise für Nicht-Corona-Patienten reserviert sind, mit Menschen mit Corona belegt. In der nächsten Eskalationsstufe gäbe es nicht mehr genügend medizinisches Personal, um die Situation zu bewältigen.

Die Landesregierung hat bereits gehandelt und angekündigt, dass die Rehabilitationszentren zusätzliche Plätze für Nicht-Corona-Patienten schaffen werden.

Salzburg ist eines der am stärksten von der jüngsten Infektionswelle betroffenen Bundesländer Österreichs. „Wir appellieren mit aller Dringlichkeit an die politisch Verantwortlichen, die notwendigen Maßnahmen zur Senkung der Infektionsrate zu ergreifen“, sagte der Direktor des Salzburger Krankenhauses, Paul Sungler.

Am Montag wurde in Österreich eine Sperre für ungeimpfte Personen verhängt, um den Anstieg der Infektionszahlen im Land zu stoppen.

Die Situation verschlechtert sich jedoch täglich. Am Dienstag wurden 61 Corona-bedingte Todesfälle gemeldet, die höchste Zahl seit neun Monaten.

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein will sich für eine nächtliche Ausgangssperre für die gesamte Bevölkerung einsetzen. Bundeskanzler Alexander Schallenberg zögert jedoch, Maßnahmen einzuführen, die auch die geimpfte Bevölkerung betreffen würden.

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