Österreich: Jeder zehnte könnte im Februar seinen Impfstatus verlieren

Mehr als 900.000 Österreicher:innen, also rund 10% der Bevölkerung, laufen Gefahr, ihren Impfstatus zu verlieren, wenn sie nicht bis Februar ihre Zweit- oder Auffrischungsimpfung erhalten. [EPA-EFE/ROBERT GHEMENT]

Mehr als 900.000 Österreicher:innen, rund 10% der Bevölkerung, können ihren Impfstatus verlieren, wenn sie bis Februar nicht ihre Zweit- oder Booster-Impfung erhalten. Denn die COVID-Zertifikate sind ab diesem Zeitpunkt nur noch sechs Monate statt wie bisher neun Monate gültig.

Die Regierung hat beschlossen, die Gültigkeitsdauer der Zertifikate zu verkürzen, weil die zusätzliche Impfung als notwendig anerkannt wird, um die Ausbreitung der hochansteckenden Omicron-Variante zu bekämpfen, die sich Anfang Januar in Österreich durchgesetzt hat.

Rund 900.000 Österreicher:innen haben jedoch noch keine Booster-Iimpfung oder zweite Impfung erhalten. Wenn sie den zusätzlichen Impfstoff nicht rechtzeitig erhalten, müssen sie zurück in den Lockdown.

„Wir gehen allerdings davon aus, dass sich bis dahin noch zahlreiche Menschen ihre Booster-Impfung holen werden“, so das Ministerium gegenüber der Nachrichtenagentur APA. In den kommenden Tagen und Wochen werde das Thema noch intensiver kommuniziert, so die Regierung. „Niemand soll vom Ablauf der Gültigkeit überrascht werden“, so das Gesundheitsministerium weiter.

Das Auslaufen der COVID-Zertifikate hat bereits Konsequenzen für diejenigen, die den Einmalimpfstoff von Johnson & Johnson erhalten haben. Sie waren verpflichtet, sich bis zum 3. Januar eine Booster-Impfung zu holen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums haben über 71.000 Menschen die Auffrischungsimpfung nicht rechtzeitig erhalten, wodurch ihr COVID-Zertifikat ungültig wurde, berichten die Salzburger Nachrichten.

Nach Angaben des Europäischen Zentrums für die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) haben 70,8% der österreichischen Bevölkerung mindestens zwei Impfungen erhalten, verglichen mit 68,7% in der gesamten EU.

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