Finnland erwägt Einführung einer Notbremse während der Weihnachtszeit

Die Gesundheitsbehörden werden in den kommenden Tagen entscheiden, ob die Einführung einer so genannten "Notbremse" erforderlich ist. [EPA-EFE / KIMMO BRANDT]

Angesichts des Anstiegs der Corona-Fälle in Finnland werden die Gesundheitsbehörden in den kommenden Tagen entscheiden, ob die Einführung einer so genannten „Notbremse“ erforderlich ist.

Ein von der Zeitung Iltalehti befragter Beamter des Sozial- und Gesundheitsministeriums hat erklärt, dass die wichtigsten Kriterien für die Einführung der Notbremse bereits erfüllt sind. Neue Präventivmaßnahmen und die Verschärfung bestehender Maßnahmen sind daher im Gespräch.

In Frage kämen Tätigkeiten mit geringem Risiko, die vollständig Geimpften mit einem Corona-Pass zugänglich waren. Möglicherweise wird es auch eine Rückkehr zu Fernunterricht und strengen Grenzkontrollen geben, bei denen die Passagiere zwei negative Corona-Testergebnisse vorlegen müssen.

Besonders besorgniserregend ist die Situation in Lappland, wo Weihnachten die Hauptreisezeit ist. Ausländischen Touristen wird empfohlen, eine angemessene Reiseversicherung abzuschließen. Diejenigen, die positiv getestet wurden, müssen mit einer zehntägigen Quarantäne rechnen, aber ausgebuchte Hotels sind möglicherweise nicht auf längere Aufenthalte vorbereitet.

Während die Kunden grundsätzlich selbst für die Suche nach einer vorübergehenden Unterkunft verantwortlich sind, haben Hotels und örtliche Behörden ihre Unterstützung zugesagt. Für den Rückflug sind jedoch die Touristen selbst verantwortlich.

Bis Ende letzter Woche wurden im Krankenhausbezirk Lappland rund 35 ausländische Staatsangehörige positiv auf COVID-19 getestet.

Eine kleine Rückkehr zur Normalität war dagegen am Sonntag (19. Dezember) zu beobachten, als der Allegro-Zug zwischen Helsinki und St. Petersburg nach einer 18-monatigen Unterbrechung wieder fuhr. Aufgrund der Situation in Russland dürfen nur Russen reisen, die aus wichtigen Gründen reisen oder einen von der EU oder der WHO zugelassenen Impfstoff erhalten haben. Der russische Sputnik-Impfstoff ist dafür nicht zugelassen.

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