Finnland empfiehlt fünfte Corona-Impfung für Risikogruppen

Personen über 12 Jahren, die sich einer Krebsbehandlung unterziehen oder sich einer Organtransplantation unterzogen haben, wird die fünfte Impfung dringend empfohlen, so Hanna Nohynek, die für das Impfprogramm zuständige Chefärztin des nationalen Gesundheitsinstituts (THL). [Shutterstock/Treecha]

Nach dem Vorbild Stockholms hat das finnische nationale Institut für Gesundheit und Wohlfahrt (THL) Menschen mit einem stark geschwächten Immunsystem zu einer fünften Auffrischungsimpfung gegen Corona aufgefordert.

Personen über 12 Jahren, die sich einer Krebsbehandlung unterziehen oder eine Organtransplantation hatten, werde die fünfte Impfung dringend empfohlen, so Hanna Nohynek, die für das Impfprogramm zuständige Chefärztin des nationalen Gesundheitsinstituts (THL).

Etwa 30.000 Menschen, die in diese Kategorie fallen, hatten bereits vor sechs Monaten die vierte Auffrischungsimpfung erhalten, so Nohynek gegenüber dem finnischen Fernsehsender YLE.

Die neue Impfempfehlung betrifft nur diese Personengruppe. Das THL und der Nationale beratende Ausschuss für Impfstoffe (Krar) planen bisher nicht, die fünfte Impfung für eine breitere Gruppe zu empfehlen, erklärten aber, dass ein solcher Bedarf im Laufe des Sommers geprüft werden soll.

Dieser Schritt folgt einer ähnlichen Ankündigung des schwedischen Sozialministers im vergangenen Monat, der sagte, dass ältere Menschen und Risikogruppen im Land eine fünfte Dosis des Corona-Impfstoffs erhalten würden.

Unterdessen ist die Zahl der Corona-Fälle in Finnland im Vergleich zum Rest Europas nach wie vor gering.

In Deutschland, wo die Zahl der Infektionen steigt, ermutigte Gesundheitsminister Karl Lauterbach in einem Gespräch mit der Rheinischen Post die Risikogruppen zu einer vierten Impfung. Nach Angaben der Zeitung haben 6,3 Prozent der Deutschen bereits vier Impfungen erhalten.

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