EU schließt Vertrag mit Novavax über Kauf von Impfstoff-Dosen

Die EU-Kommission hat einen Vertrag mit dem Vakzinhersteller Novavax abgeschlossen, das neue Vakzin soll garantieren dass ausreichend Auswahl und Schutz vor Virusvarianten besteht. EPA-EFE/STEPHANIE LECOCQ / POOL

Die Europäische Kommission hat einen Kaufvertrag mit einem weiteren Hersteller von Impfstoff gegen das Coronavirus abgeschlossen. Der neue proteinbasierte Impfstoff ist effektiv gegen Virusvarianten und soll die EU Bevölkerung zusätzlich absichern.

Sie habe sich im Namen der 27 EU-Länder die Lieferung von 200 Millionen Impfstoffdosen des US-Biotech-Unternehmens Novavax gesichert, erklärte die Brüsseler Behörde am Mittwoch.

Voraussetzung für die Bestellung von zunächst bis zu 100 Millionen Dosen ist demnach, dass der Impfstoff von der Europäischen Arzneimittelbehörde zugelassen wird.

Anschließend können die Mitgliedstaaten eine Option auf 100 Millionen weitere Dosen aktivieren, wie die Kommission weiter mitteilte. Die Lieferungen könnten sich demnach bis ins Jahr 2023 erstrecken.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprach von „einer weiteren Absicherung zum Schutz unserer Bevölkerung“. Angesicht des Auftretens neuer Coronavirus-Varianten verwies sie darauf, dass Novavax, „seinen Impfstoff bereits erfolgreich an diesen Varianten testet“.

Die neue Vereinbarung mit dem US-Hersteller erweitere „unser Impfstoffportfolio um einen weiteren proteinbasierten Impfstoff, der sich in klinischen Prüfungen als vielversprechend erwiesen hat“, fügte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides hinzu.

„Je mehr Optionen wir haben, desto besser,“ kommentierte der Verbündete von von der Leyen und EVP EU Parlamentarier Peter Liese das Abkommen. Er wies darauf hin, dass das der Vertrag auf sein Bestreben abgeschlossen wurde.

Das deutsche Gesundheitsministerium hat den Impfstoff von Novavax für 2022 bereits eingeplant. Von den insgesant 204 Millionen Corona-Impfstoffdosen, die Berlin für das kommende Jahr beschaffen will, soll ein Teil von Novavax kommen.

Zum Plan des Ministeriums gehören zudem die beiden mRNA-Impfstoffe von Biontech und Moderna sowie ein weiteres noch nicht zugelassenes proteinbasiertes Vakzin des französischen Herstellers Sanofi.

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