„COVID-freie“ und „gemischte“ Kneipen: Griechenland experimentiert

In Griechenland (hier die Urlaubsinsel Korfu) gelten neben Einreisevorschriften nun auch Regelungen für "COVID-freie" oder "gemischte" Gastgewerbe und Theater. [EPA-EFE/ALEXANDROS VLACHOS]

Die griechische Regierung hat beschlossen, Lockerungen im Gastgewerbe mit Einschränkungen für ungeimpfte Personen zu kombinieren. Gleichzeitig wurde deutlich gemacht, trotz des erneuten Anstiegs der COVID-19-Fälle werde kein weitreichender Lockdown mehr verhängt.

„Ich kann die Impfung nicht verpflichtend machen. Aber jeder nimmt jetzt seine eigene Verantwortung wahr. Das Land wird sich nicht erneut abschotten, um ein paar Ungeimpfte auf Kosten der großen Mehrheit der griechischen Bevölkerung, die bereits geimpft ist, zu schützen,“ betonte der konservative Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis am Wochenende.

Die Regierung hat bereits beschlossen, dass für Reisen auf die griechischen Inseln ab dem heutigen 5. Juli ein Impfzertifikat, einen negativer PCR-Test aus den letzten 72 Stunden oder ein negative Schnelltest aus den letzten 48 Stunden benötigt wird. Diese Maßnahme könne gegebenenfalls auch für Reisen in andere (Festland-) Region ausgeweitet werden.

Was das Gastgewerbe, Kinos und Theater betrifft, so werden die Betriebe nun verpflichtet sein, an ihren Eingängen spezielle Kennzeichnungen anzubringen, aus denen hervorgeht, ob sie „COVID-frei“ oder „gemischt“ sind – also ob sie ausschließlich geimpften und/oder von COVID-19 genesenen Kund:innen Einlass gewähren oder ob sie auch nicht geimpfte Personen „akzeptieren“, wenn diese einen Schnell- oder PCR-Test vorlegen.

Die Gäste sollen über eine App am Einlass kontrolliert werden, mit der die Echtheit der Impf- oder Krankheitsnachweise beziehungsweise der Schnelltests überprüft werden.

COVID-freie Betriebe werden 85 Prozent ihrer Verkaufs- und Bewirtungsfläche nutzen können, während diejenigen, die die Option „gemischt“ wählen, 50 Prozent Auslastung haben dürfen.

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