Der Schulz-Effekt schwächelt

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz wollte Merkel (CDU) nochmals im TV herausfordern. [Parti socialiste/Flickr]

Der Aufschwung der SPD kurz nach der Wahl von Martin Schulz zum SPD-Kanzlerkandidat war kräftig. Doch nun ist er offenbar zu Ende.

Nach dem am heutigen Mittwoch veröffentlichten Stern-RTL-Wahltrend konnte die Union bei der jüngsten Umfrage des Forsa-Instituts ihre Zustimmung beim Wähler um einen Prozent gegenüber der Vorwoche auf 34 Prozent ausbauen. Die SPD fiel um einen Prozentpunkt auf 31 Prozent zurück.

Schulz selbst büßte gleich drei Prozentpunkte Zustimmung bei der Frage nach der Kanzlerpräferenz ein. Wenn der Regierungschef direkt gewählt würde, würde sich nur noch 33 Prozent für ihn entscheiden. Kanzlerin Angela Merkel von der CDU könnte mit 41 Prozent rechnen, das sind zwei Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche.

Großteil glaubt an großen Wunsch nach Regierungswechsel

Die Werte für die anderen Parteien blieben in der Umfrage des Forsa-Instituts zwischen dem 13. und 17. März, also kurz vor der einstimmigen Wahl von Schulz zum neuen SPD-Parteichef, weithin unverändert. Die AfD verharrte bei neun Prozent, die Grünen und die Linke bei jeweils sieben Prozent und die FDP bei sechs Prozent.

Mit 59 Prozent der Befragten glaubt einer weiteren Umfrage zufolge eine deutliche Mehrheit, dass sich ein Großteil der Deutschen einen Wechsel in der Führung der Bundesregierung wünscht. Auf eine konkrete Frage hin sprachen sich 19 Prozent für eine Rot-Rot-Grüne Koalition von SPD, Linken und Grünen aus, elf Prozent für eine Ampel-Koalition von SPD, FDP und Grünen. Eine erneute große Koalition wird von 30 Prozent bevorzugt, wobei ein Großteil dabei eine Unionsführung favorisieren würde.

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