Das Ende des Schulz-Hochs

Martin Schulz [SPÖ/Flickr]

Das zu Jahresbeginn durch die Kür von Martin Schulz zum Kanzlerkandidaten ausgelöste Umfragen-Hoch der SPD schwächt sich ab. Die AfD bleibt einstellig.

In zwei am Donnerstag veröffentlichten Erhebungen kann die Union ihren Vorsprung vor der SPD erhöhen. In der Befragung des Ipsos-Instituts legen CDU/CSU mit 36 Prozent einen Punkt zu gegenüber einer Befragung vor zwei Wochen, während die SPD bei 30 Prozent verharrt.

Bei GMS fällt der Unterschied noch größer aus: Die Union verbessert sich gegenüber den März-Daten von 34 auf 36 Prozent, die SPD sinkt von 31 auf 29 Prozent. Laut GMS scheint sich damit abzuzeichnen, dass der anfängliche Stimmenzuwachs der SPD nicht bis zur Bundestagswahl im September tragen wird.

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Die AfD gibt einen Punkt ab

Bei Ipsos liegen Linkspartei, Grüne und FDP unverändert bei acht, sieben und fünf Prozent. Die AfD gibt einen Punkt auf neun Prozent ab. Damit käme einzig die große Koalition als Zweierbündnis infrage. Bei GMS liegen AfD und Linke unverändert bei neun beziehungsweise acht Prozent. Die Grünen geben einen Punkt auf sieben Prozent ab. Im Gegenzug kann die FDP einen Punkt dazugewinnen und zieht mit sieben Prozent gleich mit den Grünen. Auch bei GMS kann eine Zweierbündnis nur von Union und SPD gebildet werden.

Für die Umfrage wurden vom 28. April bis zum 2. Mai 1059 Wahlberechtigte über das Internet befragt. Zudem wurden mehr als tausend Menschen auf anderen Wegen befragt, um die Daten zu untermauern. GMS führte seine Erhebung telefonisch bei 1004 Wahlberechtigten vom 30. April bis zum 3. Mai durch.

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