AfD-Delegation trifft Putin-Vertraute in Moskau

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Der Kreml auf dem Roten Platz in Moskau - bis dorthin schaffte es die AfD-Delegation bei ihrer Reise jedoch nicht. [Gene/Flickr]

Eine AfD-Delegation hat politische Gespräche in Moskau geführt und dabei auch einen engen Vertrauten von Staatschef Wladimir Putin getroffen, der wegen des Ukraine-Konflikts mit EU-Sanktionen belegt wurde.

„Eine Delegation der AfD hat auf Einladung der Bezirksregierung Moskau Gespräche zur Kooperation mit den Landtagen der Bundesländer geführt“, teilte Parteichefin Frauke Petry gestern in einer Erklärung mit.

Am Rande sei es auch zu einem Treffen mit Parlamentspräsident Wjatscheslaw Wolodin als Vertreter der Regierungspartei Einiges Russland, dessen Stellvertreter und weiteren Duma-Abgeordneten gekommen, hieß es in der Mitteilung weiter. Wolodin gilt als langjähriger Vertrauter des russischen Staatschefs Putin. Wolodin übernahm den Posten als Duma-Präsident, nachdem er im vergangenen September der Regierungspartei Einiges Russland zu einem hohen Sieg bei der Parlamentswahl verholfen hatte.

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Wolodin beteiligte sich maßgeblich an Putins Wahlkampf für die dritte Amtszeit als Präsident und gilt als Drahtzieher der anti-westlichen Wendung in der russischen Politik der vergangenen Jahre. Er wurde 2014 noch als stellvertretender Leiter des russischen Präsidialamtes von EU-Strafmaßnahmen wie Konten- und Visasperren belegt, die von der Europäischen Union im Zuge der Ukraine-Krise verhängt wurden.

Welche AfD-Vertreter Teil der Delegation waren, wurde in der Erklärung Petrys nicht mitgeteilt. Das Büro Petrys war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

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