Bundesminister für Digitalen und Verkehr, Volker Wissing, hat gestern die Eckpunkte der anstehenden Gigabitstrategie veröffentlicht. Zudem traf sich Wissing mit Branchenvertretern, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Die Strategie soll noch vor der Sommerpause vom Kabinett verabschiedet werden und den Ausbau der digitalen Infrastruktur in Deutschland vorantreiben.
Insbesondere bei den Glasfaseranschlüssen hat man sich ambitionierte Ziele gesetzt. Bis 2030 soll die Verglasfaserung Deutschlands „bis ins Haus und den neusten Mobilfunkstandard“ abgeschlossen sein, so Wissing.
Deutschland ist beim Glasfaserausbau international weit abgeschlagen. Laut den Daten der OECD verfügen derzeit nur 6,4 Prozent der Haushalte über einen Glasfaseranschluss. Zum Vergleich: Länder wie Schweden, Litauen, oder Spanien, wiesen im selben Jahr einen Anteil von über 76 Prozent auf.
Um das anvisierte Ziel zu erreichen, setzt man im Ministerium für Digitales und Verkehr vor allem auf die Vereinfachung von Genehmigungsverfahren und neue Verlegetechniken. Eine Trendwende erhofft man sich zudem von der Vereinfachung der Förderstrukturen und der Planungsverfahren.
Insbesondere Regionen mit der höchsten Rate an „weißen Flecken“ sollen vermehrt Fördergelder bekommen. Zudem soll das Antragsverfahren vollständig digitalisiert werden, um die Bürokratie zu entlasten und die Verfahren zu beschleunigen.
Um die Umsetzung der anstehenden Gigabitstrategie zu gewährleisten, will man zudem einen Bund-Länder-Staatssekretärs-Ausschuss schaffen. Dieser soll die Umsetzung der Strategie überprüfen und Möglichkeiten zum Informationsaustausch bieten.
Bereits im Koalitionsvertrag wurde die flächendeckende Versorgung mit Glasfaser als eine der Kernziele der Digitalpolitik festgeschrieben.
