Portugal senkt Schuldenquote

Nach der Krise geht es in Portugal wirtschaftlich seit einigen Jahren bergauf. [Flickr]

Das einstige Euro-Krisenland Portugal hat seine Schuldenquote im vergangenen Jahr dank einer brummenden Wirtschaft auf den niedrigsten Stand seit 2012 gedrückt.

Im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt sank die Staatsverschuldung auf 126,2 Prozent von rund 130 Prozent im Jahr 2016, wie die Notenbank am Donnerstag mitteilte. In absoluten Zahlen stiegen die öffentlichen Verbindlichkeiten allerdings an, und zwar um 0,7 Prozent auf 242,6 Milliarden Euro. Da zugleich jedoch das BIP deutlich stärker um 2,7 Prozent anzog, ging die Schuldenquote zurück. Sie liegt damit aber noch deutlich über dem Niveau vor der Euro-Schuldenkrise. 2010 hatte sie 92 Prozent betragen.

Portugal sah sich 2011 gezwungen, einen Rettungskredit der EU und des Internationalen Währungsfonds im Volumen von 78 Milliarden Euro in Anspruch zu nehmen. Als Auflage mussten unter anderem Löhne, Sozialleistungen und Investitionen zurückgefahren werden. Dadurch wurde die Wirtschaft weiter ausgebremst.

Moscovici: Griechenland muss als "normales Land" behandelt werden

Griechenland benötigt nach Ablauf des Rettungsprogramms keine vorsorgliche Kreditlinie oder andere aufgezwungene Maßnahmen, so EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici.

Erst nachdem die neue Regierung nach dem Ende des Programms die Kürzungen teilweise rückgängig machte und in wirtschaftliche Entwicklung investierte, ging es wieder bergauf. Insbesondere die gesteigerte Nachfrage hat verschiedenen Analysen zufolge dazu geführt, dass Portugal ein starkes Wirtschaftswachstum sowie solide Staatseinnahmen verbuchen kann.

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