Kommission will Kapitalmarkt vertiefen

Laut der Plänen der Kommission sollen für kleinere Unternehmen die Regeln für Börsengänge erleichtert werden. [Savvapanf Photo/ Shutterstock]

Die EU-Kommission unternimmt einen weiteren Anlauf zur Schaffung eines einheitlichen Kapitalmarkts in der EU. Damit soll auch die wirtschaftliche Erholung der Corona-Pandemie gestützt werden.

Dabei sollen unter anderem für kleinere Unternehmen die Regeln für Börsengänge erleichtert werden, wie aus einem Dokument hervorgeht, das die Nachrichtenagentur Reuters einsah. Zudem soll ein breit verfügbares Register für Aktienkurse geschaffen werden. Insgesamt will sich die EU-Behörde verpflichten, 16 Schritte zur Vollendung der Kapitalmarktunion (CMU) in den nächsten zwei Jahren einzuleiten und die Wirtschaft bei der Erholung von den Folgen der Corona-Pandemie zu unterstützen. “Die CMU kann nicht in einem Zug geschaffen werden,” heißt es in dem Papier.

Kommission wirbt weiter für EU-Mindestlohn

Mindestlöhne, die den Arbeitnehmenden in der gesamten EU einen angemessenen Lebensunterhalt sichern, sind für die wirtschaftliche Erholung nach der Coronavirus-Pandemie von entscheidender Bedeutung, so die EU-Kommission.

Laut dem Dokument will die Kommission mit der Umsetzung des Aktionsplans in Kürze beginnen. Dazu zählen öffentliche Konsultationen zum Rechtsrahmen für langfristige Investitionsfonds und Insolvenzen von Nicht-Banken. Vor fünf Jahren war bereits der erste Aktionsplan zur Schaffung einer Kapitalmarktunion auf den Weg gebracht worden. Seitdem hat es wenig Fortschritte gegeben. Mit der Corona-Krise ist nun aber deutlich geworden, wie nötig ein einheitlicher Kapitalmarkt für die Rekapitalisierung von Firmen ist, denen die Pandemie hart zugesetzt hat. Dazu verlässt mit Großbritannien das Land mit dem größten Finanzmarkt in Europa die Europäische Union. Umso mehr müssen die Länder in der EU in der Finanzmarkt-Politik zusammenrücken.

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