Deutsche Exporte mit größtem Anstieg seit anderthalb Jahren

Der Warenverkehr mit der britischen Insel boomt: Die Briten kaufen im Angesicht des drohenden Brexits auf Halde. [Foto: dpa]

Die deutschen Exporteure sind dank der anziehenden Nachfrage aus Europa besser ins Jahr gestartet als erwartet.

Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte, waren die deutschen Ausfuhren im Januar 2014 um 2,9 Prozent und die Einfuhren um 1,5 Prozent höher als im Januar 2013.

Deutsche Exporteure setzten im Januar 2,2 Prozent mehr um als im Vormonat. "Ein stärkeren Anstieg gab es zuletzt im Mai 2012", sagte eine Statistikerin. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem Plus von 1,4 Prozent gerechnet, nachdem es im Dezember noch einen Rückgang um 0,9 Prozent gegeben hatte.

Die Unternehmen verkauften Waren im Wert von 90,7 Milliarden Euro ins Ausland und damit 2,9 Prozent mehr als im Januar 2013. Besonders stark legten die Exporte in die nicht zur Euro-Zone gehörenden EU-Länder an, zu denen osteuropäische Staaten wie Polen sowie Großbritannien gehören. Hier gab es ein Plus von 9,1 Prozent.

Die Ausfuhren in die Euro-Zone legten mit 3,2 Prozent ebenfalls überdurchschnittlich zu, die Exporte außerhalb der EU-Länder schrumpften dagegen um 0,4 Prozent. Der Branchenverband BGA rechnet 2014 mit einem Wachstum von drei Prozent, nachdem die Exporte im vergangenen Jahr noch leicht geschrumpft waren.

Die Importe zogen mit 4,1 Prozent zum Vormonat deutlicher an als die Exporte. Analysten hatten hier lediglich mit einem Plus von 1,3 Prozent gerechnet. Der Handelsüberschuss – die Differenz zwischen Aus- und Einfuhren – lag saison- und kalenderbereinigt bei 17,2 Milliarden Euro.

EURACTIV/rtr

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Statistisches Bundesamt: Deutsche Ausfuhren im Januar 2014: + 2,9 % zum Januar 2013 (11. März 2014)

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