Der Energiewende folgt die Ressourcenwende

Die Ressourceneffizienz stand im Mittelpunkt eines Workshops im Haus der Bundespressekonferenz (v.li.n.re.): Søren Bøwadt (Europäische Kommission), Daniela Kolbe (MdB, SPD), Ewald König (Moderator, EURACTIV.de), Harald Bajorat (Bundesumweltministerium), M

Ressourceneffizienz als globale Herausforderung: Wo finden sich Potenziale, wo sind die Grenzen der Industrie und der Gesellschaft? Wo liegen die Risiken und die Chancen? Welche Zielkonflikte entstehen durch widersprechende Vorgaben unterschiedlicher Politikfelder? Wie sind sie zu lösen? Reichlich Stoff für eine spannende Diskussion auf einem EURACTIV.de-Workshop in Berlin.

Ein Sechs-Minuten-Video, das den Workshop zusammenfasst, sehen Sie hier.

Vierzig Jahre ist es her, dass  der berühmte Bericht des Club of Rome die Endlichkeit der Verfügbarkeit von Rohstoffen vorhersagte. Die technologische Entwicklung ist mittlerweile fortgeschritten, die eingesetzten Werkstoffe sind jedoch weitestgehend gleich geblieben: Kupfer, Aluminium, Zink, Blei, Magnesium und andere Metalle sind die Bausteine der Zukunftstechnologien, die eine moderne Industriegesellschaft benötigt.

"Ressourceneffizienz als globale Herausforderung: Industrie und Gesellschaft zwischen Chancen, Grenzen und Zielkonflikten" war Thema eines großen Stakeholder Workshops von EURACTIV.de, des mittlerweile fünften im Rahmen des Europäischen Industrie-Dialosgs Brüssel-Berlin in Kooperation mit dem Nickel Institute und der Unternehmensinitative Metalle pro Klima unter dem Dach der WirtschaftsVereinigung Metalle (WVM).

Um die Energiewende in Deutschland und Europa umzusetzen, sind Speichertechnologien, Wind- und Solarkraftwerke sowie Netze notwendig, die wiederum energieintensiv erzeugte Grundstoffe erfordern. Um den Bedarf an diesen Grundstoffen sicherzustellen, müssen das Recycling effizient gestaltet und Stoffkreisläufe verbessert werden. Obwohl das die metallerzeugenden und -verarbeitenden Industrien als ihre Kernkompetenzen ansehen, konzentriert sich die Industriepolitik in Deutschland und Europa immer noch auf weitere Regulierungen.

Die Experten

Die Experten auf dem Panel im Haus der Bundespressekonferenz waren Søren Bøwadt von der Europäischen Kommission (GD Forschung und Innovation, Abteilung New forms of production), Daniela Kolbe, Mitglied des Deutschen Bundestags (SPD) und Chefin der Enquete-Kommission "Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität", Harald Bajorat, Leiter des Referates Nationale und grundsätzliche Angelegenheiten der Ressourceneffizienz im Bundesumweltministerium, Martin Vogt, Leiter des VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE), und Volker Pawlitzki, Aurubis AG Business Unit Recycling / Precious Metals, Senior Vice President Commercial und Vorsitzender der Task Force Rohstoffe der WirtschaftsVereinigung Metalle.


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EURACTIV.de dokumentiert in einem LinkDossier, das am 8. August 2013 veröffentlicht wurde, die Impulsreferate der Diskussionsteilnehmer in gekürzter Form.