Brüssel will Beschäftigungsgarantie für Jugendliche

Plant einem Zeitungsbericht zufolge eine Jobgarantie für Jugendliche: EU-Arbeitskommissar László Andor. Foto: EC

Die EU-Kommission will die Mitgliedsstaaten dazu verpflichten, Jugendlichen eine Arbeitsstelle zu garantieren. Dies berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Spätestens vier Monate nach dem Ende ihrer Ausbildung oder nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes sollen Jugendliche eine neue Stelle oder einen Praktikumsplatz haben.

Einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zufolge will die EU-Kommission, dass die Mitgliedsstaaten allen EU-Bürgern unter 25 Jahren künftig innerhalb von vier Monaten irgendeine Form von Beschäftigung garantieren. Dies gehe aus einem Regelungspaket hervor, das EU-Arbeitskommissar László Andor am Mittwoch in Brüssel vorstellen will.

Die Regierungen sollen eine sogenannte Jugendgarantie abgeben, wonach Jugendliche spätestens vier Monate nach Ende ihrer Ausbildung oder nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes eine neue Stelle, einen neuen Ausbildungsplatz oder aber zumindest einen Praktikumsplatz haben.

Wie die Staaten diese Garantie umsetzen, soll ihnen dem Zeitungsbericht zufolge weitgehend überlassen bleiben. Sanktionen für Länder, die diese nicht erfüllen, seien nicht vorgesehen. Andor wolle den Vorschlag zunächst nur in der rechtlich weniger bindenden Form einer Empfehlung vorlegen. Damit reagiere er auf den Widerstand von Ländern wie Großbritannien und Schweden, die argumentieren, die EU sei für Fragen wie die Jugendarbeitslosigkeit nicht zuständig.

dto

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Frankfurter Allgemeine Zeitung: EU will die Jugendarbeitslosigkeit verbieten (2. Dezember 2012)

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