Arbeitslosigkeit im Euroraum bleibt auf Rekordhoch

Im Juni 2013 waren in der EU insgesamt 26,424 Millionen Männer und Frauen arbeitslos, davon 19,266 Millionen im Euroraum. Foto: Klicker / pixelio.de

19,26 Millionen Männer und Frauen hatten im Juni dieses Jahres in der Euro-Zone keinen Job. Laut Statistikbehörde Eurostat 24.000 weniger als im Vormonat. Die um jahreszeitliche Schwankungen bereinigte Arbeitslosenquote verharrte allerdings auf dem Rekordwert von 12,1 Prozent.

Im Euroraum lag die saisonbereinigte Arbeitslosenquote im Juni 2013 bei 12,1 Prozent – unverändert gegenüber Mai. Dies teilte die Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch mit. In der gesamten EU lag die Arbeitslosenquote bei 10,9 Prozent, gegenüber 11,0 Prozent im vorherigen Monat.

Eurostat schätzt, dass im Juni 2013 in der EU insgesamt 26,424 Millionen Männer und Frauen arbeitslos waren, davon 19,266 Millionen im Euroraum. Gegenüber Mai 2013 fiel die Zahl der arbeitslosen Personen in der EU um 32.000 und im Euroraum um 24.000.

Grund für den Rückgang ist eine stabilere Konjunktur, die die Währungsunion auf ein Ende der längsten Rezession ihrer Geschichte hoffen lässt: Der Einkaufsmanager-Index des Markit-Instituts signalisierte zuletzt erstmals seit eineinhalb Jahren wieder ein Wachstum der Privatwirtschaft, und die von der EU-Kommission ermittelte Stimmung in der Wirtschaft ist so gut wie seit April 2012 nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt war zuletzt sechs Quartale in Folge geschrumpft.

Nach Einschätzung der Wirtschaftsberatung Ernst & Young wird es bis zu einer echten Trendwende aber noch dauern. Nach ihrer Prognose wird die Arbeitslosigkeit im kommenden Jahr auf 20,3 Millionen steigen und erst ab 2015 wieder sinken – auf 18,5 Millionen im Jahr 2017. Das Vorkrisen-Niveau werde mittelfristig nicht wieder erreicht. Zum Vergleich: 2007 waren nur 11,8 Millionen Menschen ohne Job.

Von den Mitgliedstaaten verzeichneten Österreich (4,6 Prozent), Deutschland (5,4 Prozent) und Luxemburg (5,7 Prozent) die niedrigsten Arbeitslosenquoten. Die höchsten Quoten meldeten Griechenland (26,9 Prozent im April 2013) und Spanien (26,3 Prozent).

Im Juni 2013 waren in der EU 5,512 Millionen Personen im Alter unter 25 Jahren arbeitslos, davon 3,526 Millionen im Euroraum. Gegenüber Juni 2012 fiel deren Zahl in der EU um 43.000 und stieg im Euroraum um 43.000.

Die Jugendarbeitslosenquote lag im Juni 2013 in der EU27 bei 23,2 Prozent und im Euroraum bei 23,9 Prozent. Im Juni 2012 hatten die Quoten 22,8 Prozent bzw. 23,0 Prozent betragen. Die niedrigsten Quoten im Juni 2013 verzeichneten Deutschland (7,5 Prozent), Österreich (9,3 Prozent), die Niederlande (11,0 Prozent) und Malta (11,2 Prozent), und die höchsten Quoten meldeten Griechenland (58,7 Prozent im April 2013) und Spanien (56,1 Prozent).

EURACTIV/rtr/dto

Links

Eurostat: Arbeitslosenquote des Euroraums bei 12,1% (31. Juli 2013)

Abonnieren Sie unsere Newsletter

Abonnieren