Zuckerberg für mehr Aufsicht im Internet

Am Mittwoch ist Zuckerberg zu einer Anhörung im US-Kongress geladen. [EPA-EFE/MICHAEL REYNOLDS]

In einem vorab veröffentlichen Statement für eine US-Kongressanhörung zeigt Facebook-Chef Mark Zuckerberg Verständnis für die „Besorgnisse“, welche die „Größe und wahrgenommene Macht“ der Internetkonzerne auslösten.

Deshalb befürworte er eine „aktivere Rolle der Regierungen und Aufsichtsbehörden“ sowie eine Aktualisierung der Regeln für das Internet.

Zuckerberg hatte schon in der Vergangenheit nach massiven Fällen des Missbrauchs von Facebook-Nutzerdaten für eine stärkere Regulierung des Internets plädiert. Neben Zuckerberg sollen am Mittwoch (12.00 Uhr Ortszeit; 18.00 Uhr MESZ) auch die Chefs der Internet- und Technologieriesen Amazon, Apple und Google, Jeff Bezos, Tim Cook und Sundar Pichai, zu ihren Wettbewerbspraktiken befragt werden. Sie sollen per Videoschaltung vor dem Justizausschuss des Repräsentantenhauses aussagen.

Die Befragung erfolgt im Zuge einer Untersuchung zur Marktmacht von Online-Plattformen. Die Dominanz der großen Internetkonzerne sorgt in den USA – wie auch in der Europäischen Union – für wachsende Kritik. Es laufen mehrere Untersuchungen zu der Frage, ob die Konzerne ihre Marktmacht missbrauchen.

In seiner Stellungnahme hob Zuckerberg hervor, dass sein Konzern im Einklang mit den Werten der Vereinigten Staaten operiere. Er beschrieb Facebook als Unternehmen, das „stolz ist, amerikanisch zu sein“. Sein Konzern glaube an Demokratie, Wettbewerb, Integration und Meinungsfreiheit und damit die Werte, „auf denen die amerikanische Wirtschaft gegründet wurde“.

Amazon-Chef Bezos zeigte sich in ebenfalls vorab veröffentlichten Äußerungen offen dafür, dass sein Unternehmen „genau untersucht“ wird. Zugleich verteidigte er den „Erfolg“ seines Konzerns.

Facebook-Chef Zuckerberg unternimmt Charme-Offensive in Brüssel

Im Ringen um die zukünftige Regulierung von Online-Plattformen hat Facebook-Chef Mark Zuckerberg eine Charme-Offensive bei der EU gestartet. Der 35-Jährige traf am Montag, den 17. Februar, in Brüssel unter anderem die Kommissionsvizepräsidentin Vera Jourova zum Gespräch.

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