Syrien: EU-Kommission fordert Schutz der Zivilbevölkerung

Zwei Millionen Syrer sind seit Beginn des Bürgerkriegs auf der Flucht. Die für humanitäre Hilfe zuständige EU-Kommissarin Kristalina Georgieva appelliert an alle Beteiligten, die Kämpfe einzustellen und eine politische Lösung zu finden. Bis zu diesem Zeitpunkt müssten die Konfliktparteien "das humanitäre Völkerrecht achten und die Zivilbevölkerung und ihre Helfer schützen".

Allein in den letzten sechs Monaten hat sich die Flüchtlingszahl verdoppelt. Mehr als die Hälfte davon sind Kinder. Für die Nachbarländer ist das eine erhöhte Belastung. Laut dem Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) fliehen jeden Tag knapp 5.000 Menschen in die Türkei, Libanon, Jordanien und den Irak. "Die Tragödie bedeutet erhebliche Opfer für die hilfsbereiten Gastländer, die ihre eigene Stabilität gefährdet sehen", sagte Georgieva.

Doch auch die humanitäre Lage in Syrien hat sich in den letzten Wochen drastisch verschlechtert. Hilfsorganisationen haben es immer schwerer, ihre Arbeit zu verrichten. Bislang kamen 20 Helfer des syrisch-arabischen Rothalbmondes und elf Mitarbeiter der Vereinten Nationen während ihrer Arbeit ums Leben. Auch die Angriffe auf Krankenwagen und UN-Fahrzeuge werden fortgesetzt. Die EU-Kommission hat seit Ende 2011 515 Millionen Euro an humanitärer Hilfe für Syrien und die Nachbarländer bereitgestellt. Weitere 328 Millionen Euro stammen von anderen EU-Instrumenten. Zusammen mit der Hilfe der Mitgliedsstaaten beläuft sich die gesamte EU-Hilfe auf über 1,3 Milliarden Euro.

dsa

Links

EU-Kommission: Zwei Millionen syrische Flüchtlinge: Georgieva ruft zu Schutz der Zivilbevölkerung auf (3. September 2013)

UNHCR: Number of Syrian refugees tops 2 million mark with more on the way (3. September 2013)

EURACTIV.de:
Balkanstaaten rüsten auf gegen syrische Flüchtlinge (2. September 2013)

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