Poto?nik bezieht Klein- und Mittelbetriebe stärker in Planung künftiger Forschungsprogramme ein

Janez Poto?nik ist entschlossen, die Gestaltung der nächsten
EU-Forschungsprogramme stärker an den Lissabon-Zielen zu
orientieren, die Teilnahme von Klein- und Mittelbetrieben an den
Programmen zu erhöhen und der Industrie bei der Festlegung
der Forschungsthemen mehr Einfluss einzuräumen. 

In einem Interview hat Janez Poto?nik, EU-Kommissar für
Wissenschaft und Forschung, EURACTIV die Pläne der Kommission für
das nächste Rahmenprogramm für Forschung, RP7,
vorgestellt. Den Plänen soll der Grundsatz zugrunde
liegen, dass das Rahmenprogramm zur Verwirklichung der Ziele der
Lissabon-Strategie beitragen soll. Hinzu kommen folgende
Aspekte: 

  • FP7 soll über einen Zeitraum von sieben Jahren (anstatt den
    ‚üblichen‘ fünf Jahre) laufen. Eine Zwischenbilanz des
    Rahmenprogramms soll durchgeführt werden (der Zeitpunkt für eine
    Halbzeitbilanz würde mit der Ankunft einer neuen Kommission
    zusammenfallen).
  • Die Kommission bezieht Klein- und Mittelbetriebe voll in
    die Vorbereitungsphase von RP7 ein. Ein ‚Ausschuss‘ aus
    Vertretern von Klein- und Mittelbetrieben sowie anderer kleinerer
    Akteure wird derzeit eingerichtet, um diesem genügend Zeit zu
    geben, sich frühzeitig mit dem Vorschlag für RP7 befassen zu
    können.
  • Die Zusammenarbeit bei der Festlegung der thematischen Bereiche
    wird dieses Mal mehr als bei früheren Rahmenprogrammen von der
    Industrie geprägt werden. In Bezug auf die geplanten
    „Technologieplattformen“ sind die Erwartungen hoch. Sie sollen zu
    mehr Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Einrichtungen und
    Unternehmen beitragen und den Anteil
    nicht-öffentlicher Forschungsmittel erhöhen.   
  • Die Kommission wird einen Teil der Verwaltung der
    Rahmenprogramme an Dritte abgeben. 

Um mehr nicht-öffentliche Mittel für die Forschung
freizusetzen, will sich Kommissar Poto?nik dafür einsetzen, dass
mehr steuerliche Anreize geschaffen werden, dass die EU geistige
Eigentumsrechte stärkt und mehr im Bereich des Risikokapitals
unternimmt. Er berichtete ebenfalls, dass die Kommission in Kürze
die Debatte über staatliche Beihilfen für Forschung,
die Markteinführungen vorausgeht, erneut eröffnen wolle.
  

Klicken Sie hier, um das vollständige Interview zu
lesen [auf Englisch].

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