Kosovo: EULEX-Beamter getötet

Ein Mitglied der EU-Rechtsstaatsmission EULEX ist am Donnerstag im Kosovo getötet worden. Wie EULEX mitteilte, gerieten zwei ihrer Fahrzeuge im vornehmlich serbischen Norden des Kosovo unter Beschuss. Dabei sei ein Beamter angeschossen und getötet worden.

Zur Identität des Mannes gab es zunächst keine Angaben. Die EU-Einsatztruppe umfasst 2.250 Mitglieder, das Mandat läuft bis Juni 2014. Auch die Bundeswehr ist im Kosovo im Rahmen des KFOR-Einsatzes vor Ort.

"Ich fordere die Bevölkerung im Kosovo auf, Ruhe zu bewahren und Polizei als auch Justiz in ihren Ermittlungen zu unterstützen. Gleichzeitig ermutige ich alle möglichen Zeugen vor Ort an der Aufklärung dieses Verbrechens mitzuwirken“, sagte die EU-Abgeordnete Ulrike Lunacek, Kosovo-Berichterstatterin des EU-Parlaments.

An der generellen Ausrichtung und den Fortschritten im Dialog zwischen der albanischen und serbischen Bevölkerung im Kosovo dürfe und werde die Bluttat nichts ändern, so Lunacek. "Der Kosovo bleibt auf Kurs eines Miteinanders der Volksgruppen. So wie die EU mit ihrer Fortsetzung der wichtigen Arbeit von EULEX einen maßgeblichen Anteil am Aufbau eines rechtsstaatlichen Kosovos leistet."

EURACTIV/rtr/dto

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EULEX: EULEX staff member dies after Incident near Zveçan/Zve?an (19. September 2013)

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