Kommission will Monsanto-Genmais zulassen

Der amerikanische Agrarkonzern Monsanto darf die genmanipulierte Maissorte "SmartStax" spätestens ab Oktober in die EU importieren. "Die Entscheidung liegt bei der EU-Kommission und diese wird dem Import im September oder Oktober zustimmen", sagte ein Sprecher des EU-Gesundheitskommissars Tonio Borg gegenüber Zeit Online.

Damit stellt sich die EU gegen die Warnungen der Kritiker, die sich vor allem um noch unklare Folgen sorgen. SmartStax setzt sich aus zwei Maissorten zusammen, die ebenfalls gentechnisch verändert wurden. Wie sich der Einsatz von SmartStax auf Umwelt und Menschen auswirke, sei völlig ungeklärt, sagte Christoph Then, Geschäftsführer von Biotech, laut Zeit Online.

Biotech weist darauf hin, dass die Kommission ihre Bedenken nicht ernst nimmt. Die EU stützt sich auf eine Studie der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA, die negative Effekte auf Gesundheit und Umwelt für unwahrscheinlich erklärt.

Then hält der Kommission vor, die Interessen der Industrie über den Verbraucherschutz zu stellen. "Die EU-Behörden haben eine zu große Nähe zur Agrarindustrie, welche die Kosten für die Risikountersuchung möglichst gering halten will", sagte er Zeit Online zufolge.

mwa

Links

Zeit Online: Super-Genmais darf nach Europa

Biotech: EU-Kommission nimmt Bedenken gegen SmartStax nicht ernst

EFSA: Statement complementing the EFSA GMO Panel

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