Julia Klöckner lädt zum Waldgipfel

Julia Klöckner beim Besuch eines Waldes in Treuenbrietzen. Heute findet in Berlin ein Notstandsgipfel mit Vertretern der Waldwirtschaft statt. [Omer Messinger/ epa]

Heute findet in Berlin der Waldgipfel statt, zu dem Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner einlädt. Ein Dokument zeigt nun: das Waldsterben hat größere Ausmaße als vorher angenommen.

Von den massiven Waldschäden in Deutschland sind nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums bereits 180.000 Hektar Wald betroffen. Früheren Angaben zufolge waren es 110.000 Hektar gewesen. Das geht aus den Eckpunkten des Ministeriums zum nationalen Waldgipfel am Mittwoch hervor, wie die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland und der Funke Mediengruppe berichten.

Starke Stürme in den Jahren 2017 und 2018, extreme Dürre und Hitzewellen in den Jahren 2018 und 2019 sowie die massenhafte Ausbreitung von Borkenkäfern hätten den Wäldern „schwere, unübersehbare Schäden“ zugefügt, heißt es demnach in dem Papier. „Millionen Bäume zeigen sehr hohe Schadenssymptome.“

Vordringlich sei jetzt, die Borkenkäferschäden schnell einzudämmen und dass geschädigte Bäume „möglichst zügig aus den Wäldern geräumt und verarbeitet werden“. Zudem solle die „Wiederbewaldung der 180.000 Hektar Schadflächen“ möglichst schnell angegangen werden.

Vertreter von mehr als 170 Verbänden und Institutionen kommen am Mittwoch in Berlin zu einem von Bundesforstministerin Julia Klöckner (CDU) organisierten nationalen Waldgipfel zusammen. Auf der Konferenz soll angesichts großflächiger Baumschäden über kurzfristige Hilfen sowie langfristige Maßnahmen zur Klimaanpassung in Wäldern gesprochen werden.

Deutschland fürchtet das neue Waldsterben

Hitze und Käferplagen haben ganze Wälder in Deutschland ruiniert. Im September soll ein Waldgipfel Erste-Hilfe-Maßnahmen einleiten und den deutschen Wald für den Klimawandel wappnen.

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