Forschungsministerin Stark-Watzinger mahnt zu Vorsicht bei Technologietransfer

Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger hat vor zu freizügigen Technologietransfers gewarnt. EPA-EFE/MICHAEL SOHN / POOL

Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) hat vor allzu großer Offenheit bei internationaler Zusammenarbeit von Wissenschaftlern gewarnt.

„In Forschungsbereichen mit strategischem Know-how müssen auch Grenzen gesetzt werden“, betonte sie am Freitag kurz vor Beginn eines informellen Treffens mit ihren EU-Kollegen in Paris.

„Gerade wenn es um Technologietransfer geht, müssen wir besonders achtsam sein“, fügte sie hinzu. Bei dem Ministertreffen soll es um eine Ausweitung der Hochschulzusammenarbeit
gehen.

Stark-Watzinger begrüßte es, dass die französische EU-Ratspräsidentschaft mit Blick auf die Kooperation der Hochschulen den Schwerpunkt auf gemeinsame Prinzipien und Werte legen will.

„Im Zentrum sind dabei Forschungsintegrität, offene Wissenschaft und der Schutz der Wissenschaftsfreiheit. Zu unseren Werten und unseren Interessen müssen wir stehen“, erklärte Stark-Watzinger.

Die internationale Zusammenarbeit sei wichtig für wissenschaftliche Exzellenz und für die Lösung globaler Herausforderungen wie den Klimawandel. Die EU-Minister wollen sich mit Vorschlägen befassen, die die EU-Kommission vergangene Woche vorgelegt hatte. Bis 2024 soll die Zahl der Europäischen Hochschulen von 41 auf 60 erhöht werden.

Insgesamt sollen 500 Hochschuleinrichtungen daran beteiligt werden. Zu den Zielen zählen auch ein gemeinsamer europäischer Hochschulabschluss, der internationale Erfahrungen besser integriert, sowie ein Europäischer Studierendenausweis, um die internationale Mobilität von Studierenden zu erleichtern.

Die EU-Minister kommen am Dienstag mit Professoren des Collège de France zum Austausch zusammen. Die französische Ratspräsidentschaft ist nach eigenen Angaben darum bemüht, „Europa für Lehrkräfte, Forschende und Studierende attraktiver zu gestalten“.

Im Jahr 2022 feiert auch das Austauschprogramm Erasmus+ sein 35-jähriges Bestehen. Seit 1987 haben um die 12 Millionen Menschen daran teilgenommen.

Mittlerweile ist das Programm nicht mehr nur auf Hochschulbildung ausgerichtet, sondern es werden ganz unterschiedliche Zielgruppen gefördert. Jedes Jahr nehmen allein aus Frankreich 100 000 Menschen an Erasmus+-Auslandsaufenthalten teil, so  die französische Ratspräsidentschaft.

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