Exporte wachsen fünften Monat in Folge – Importe fallen minimal

Volkswagen-Autos warten auf den Export im Hafen in Emden. [DAVID HECKER/EPA]

Die deutschen Exporteure haben sich vor Ausbruch der zweiten Pandemie-Welle weiter von der Corona-Krise erholt.

Ihre Ausfuhren stiegen im September bereits den fünften Monat in Folge, und zwar um 2,3 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten hier nur mit einem Plus von 2,0 Prozent gerechnet, nachdem es im August noch um 2,9 Prozent nach oben gegangen war. Die Importe fielen dagegen um 0,1 Prozent, nachdem sie zuvor viermal in Folge gewachsen waren.

Biden und Europa: Freude über einen unbequemen Partner

Nach dem Sieg von Joe Biden bei den US-Präsidentschaftswahlen überwiegt in vielen Hauptstädten in der EU die Erleichterung. Doch in einigen Fragen könnten die Europäer mit Biden mehr streiten als mit Donald Trump.

Experten warnen wegen steigender Corona-Neuinfektionen in vielen Ländern vor schwierigen Monaten für den Export-Europameister. Dadurch könnten beispielsweise Geschäftsreisen abgesagt werden, ohne die Aufträge und Investitionen nicht besiegelt werden können. Vielen wichtigen Handelspartnern droht zudem eine neue Rezession. Das könnte die Nachfrage nach Waren “Made in Germany” wieder drücken.

Von Januar bis September blieben die Exporte ungeachtet der jüngsten Aufholjagd weit unter dem Vorjahresergebnis: Sie sanken um 11,7 Prozent auf 880 Milliarden Euro. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) geht davon aus, dass im Gesamtjahr 2020 unterm Strich ein Minus von 13 Prozent herauskommen wird. Im September allein blieben die Ausfuhren um 7,7 Prozent unter dem Niveau von Februar 2020 – dem Monat vor dem Beginn der Corona-bedingten Einschränkungen.

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