Eine neue Partei will im kommenden Mai zur Europawahl antreten: "EINE WELT" will Probleme wie den Klimawandel, die Finanz- und Schuldenkrise, militärische Konflikte und die extreme Armut in den Mittelpunkt des Wahlkampfes stellen. Um diese Probleme zu lösen, sei "ein globales Miteinander extrem wichtig", zitiert epo (Entwicklungspolitik Online) einen Sprecher der Partei.
Die Partei versteht sich auch als Gegengewicht zur Alternative für Deutschland (AfD). Im Bundeswahlkampf habe die Entwicklungspolitik so gut wie keine Rolle gespielt, so Ulrich Matthias von EINE WELT. "Während die AfD mit Slogans wie ‚Unser Land geht vor‘ oder ‚Wir sind nicht das Weltsozialamt‘ um Stimmen warb, erwähnten die etablierten Parteien die Entwicklungszusammenarbeit im Wahlkampf kaum."
Die Partei wurde am 5. September 2010 gegründet. Die Europawahl 2014 wäre somit die erste Gelegenheit, in Straßburg Sitze zu gewinnen. Für die Teilnahme benötigt die Eine-Welt-Partei nach Angaben von Matthias derzeit noch rund 3.750 Unterstützungsunterschriften, so epo.
pat
