Ab Herbst 2014 wird die Europäische Zentralbank (EZB) die 130 größten Banken der Euro-Zone direkt beaufsichtigen. Darauf haben sich die EU-Finanzminister am Dienstag (15. Oktober) geeinigt. Das EU-Parlament gab bereits im September grünes Licht.
Zuvor hatte Großbritannien die Zustimmung im Ministerrat wochenlang verzögert, aus Angst um den Finanzplatz London.
Die Aufsicht ist die erste Säule der europäischen Bankenunion. Sie soll eine Wiederholung der Bankenkrise verhindern: Künftig soll es nicht mehr möglich sein, dass eine in finanzielle Schieflage geratene Bank die Stabilität anderer Finanzinstitute bedroht. Auch soll der Steuerzahler nicht mehr die Zeche für Bankenpleiten zahlen müssen.
Weiterhin umstritten bleibt die Abwicklung von Banken durch einen europäischen Abwicklungsmechanismus.
pat
