Altmaier stellt deutscher Industrie Steuererleichterungen in Aussicht

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will die Wirtschaft wieder erstarken lassen. [FRIEDEMANN VOGEL/EPA]

Angesichts des Tags der Industrie hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) der Branche Steuererleichterungen in Aussicht gestellt.

Es sei klar, „dass in dieser Pandemie keine Steuern erhöht werden dürfen“, sagte Altmaier am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“ mit Blick auf die Corona-Krise. Vielmehr müssten die Steuern „in einigen Bereichen gesenkt werden“, etwa für gut ausgebildete Facharbeiter.

Alle in der Bundesregierung arbeiteten darauf hin, dass die Arbeitsplätze in der Industrie erhalten blieben, versicherte der Minister. In diesem Zusammenhang wies er darauf hin, dass gerade in der Corona-Krise asiatische Unternehmen Betriebe hierzulande übernehmen wollten.

McGuinness fordert "vollständige Untersuchung" des Wirecard-Skandals

Die designierte Kommissarin für Finanzdienstleistungen, die Irin Mairead McGuinness, versprach am Freitag eine „vollständige Untersuchung“ des Wirecard-Betrugs, um herauszufinden, warum die deutschen Behörden versagt haben.

Mit Blick auf die Klimaziele der Bundesregierung forderte Altmaier die Industrie auf mitzuziehen. Im Kampf gegen die Erderwärmung sei schon „viel Zeit verloren“ worden, sagte er im ZDF. Nun müssten in Deutschland verstärkt „Zukunftstechnologien“ zum Schutz des Klimas vorangetrieben werden.

Konkret nannte der Bundeswirtschaftsminister Verfahren zur Gewinnung von Wasserstoff als Energieträger durch Nutzung von erneuerbaren Energien und die Produktion von Batterien etwa für Elektrofahrzeuge. Bei der Wasserstofftechnologie sei Deutschland schon heute führend, da es bereits über die notwendigen Maschinen verfüge, betonte Altmaier. Am Montag beginnt in Berlin ein zweitägiges informelles Treffen der EU-Energieminister mit Altmaier.

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