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Wahlen und Macht


Wer hat Fragen an Günther Oettinger? Bürger sollen sich an der Anhörung der neuen EU-Kommission beteiligen können. Foto: EC.

Wer hat Fragen an Günther Oettinger? Bürger sollen sich an der Anhörung der neuen EU-Kommission beteiligen können. Foto: EC.

Aktuell - Mittwoch 6 Januar 2010 - Wahlen und Macht

Sozialdemokraten starten Internet-Aktion

Bürger sollen neue EU-Kommission"grillen"

Die sozialdemokratische Fraktion im EU-Parlament lädt die Bürger ein, Fragen für die Anhöhrung der nominierten EU-Kommissare einzureichen. Zugleich wehrt man sich gegen eine "Hexenjagd".

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Europas Sozialdemokraten (S&D) fordern eine indirekte Beteiligung der Öffentlichkeit an den anstehenden Anhörungen der EU-Kommissarsanwärter vor dem EU-Parlament. Interessierte Bürger könnten ab sofort im Internet per Mail und Facebook Fragen vorschlagen, Opens external link in new windowteilte die Fraktion am Mittwoch in Brüssel mit. Die Besten würden dann in den Fragenkatalog aufgenommen. "Wir wollen, dass die Menschen in die Anhörungen involviert sind, denn Kommissionsentscheidungen betreffen uns alle", sagte Fraktionsvize Hannes Swoboda.

Swoboda vs. "Hexenjagd"


Swoboda kündigt an, dass die Sozialdemokraten die Kompetenz der Kandidaten ins Zentrum der Befragung rücken wollen. Damit positioniere sich die sozialdemokratische Fraktion gegensätzlich zu Konservativen und extrem Rechten im EU-Parlament, die in der "kommunistischen" Vergangenheit einiger Kommissarinnen und Kommissare herumschnüffeln wollten.

Swoboda beschuldigt rechte EU-Abgeordnete einer "McCarthy-Hexenjagd" gegen Kandidaten, die in ihrer Jugend mit Kommunisten sympathisierten. Die rechte, britische Unabhängkeitspartei (UKIP) hatte der designierten EU-"Außenministerin" Catherin Ashton vorgeworfen, in der 80er Jahren Geld aus sowjetischen Quellen erhalten zu haben (Opens external link in new windowSiehe EurActiv.de vom 26. November 2009).

Die 26 Kandidaten müssen sich von diesem Montag in gut dreistündigen, öffentlichen Anhörungen den Fragen der Europaabgeordneten stellen. Das EU-Parlament stimmt Ende Januar über das Kollegium ab, das im Februar die Arbeit aufnehmen soll. Sollte ein Anwärter den Volksvertretern nicht passen, müsste die betroffene Regierung einen neuen Kandidaten vorschlagen.

dpa/awr

EU: Opens external link in new windowZeitplan für die Kommissionsanhörung

Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten
im Europäischen Parlament
: Opens external link in new windowCentre-left invites public to join grilling of Commission candidates. Presseerklärung (6. Januar 2010). 

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