Stadtverkehr [DE]

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Im September 2007 hat die Kommission eine neue Strategie für städtischen Verkehr vorgelegt, die eine Reihe möglicher Lösungen und Bereiche nennt, in denen die EU Maßnahmen ergreifen könnte, um zunehmende Verkehrsbelastung, Verschmutzung und Sicherheitsprobleme in den Städten Europas in den Griff zu bekommen.

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Übersicht

Städte sind für 75 bis 85% des BIP der EU verantwortlich. Eine der Prioritäten der aktualisierten Strategie von Lissabon ist die Schaffung einer besseren städtischen Umwelt: die „Stärkung der Anziehungskraft Europas für Investoren und Arbeitskräfte“, um das Potential für Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen zu stärken.

Viele europäische Städte leiden stark unter Staus und anderen Beeinträchtigungen wie ein hoher Grad an Verschmutzung, Lärm und Unfällen. Diese werden oft von einem übermäßigen Einsatz von Privatfahrzeugen verursacht.

75% der Fahrten in Großstadtregionen werden mit dem Auto unternommen. Es wird erwartet, dass die Gesamtzahl an Kilometern, die in städtischen Gebieten in der EU zurückgelegt werden, zwischen 1995 und 2030 um 40% steigen wird. Dies wird große Auswirkungen auf die Gesundheit und Lebensqualität der Stadtbewohner sowie die Wirtschaftsleistung der Städte selbst haben.

Das 
Weißbuch
der Kommission über Verkehrspolitik von 2001 sieht vor, die Ausrichtung der Verkehrspolitik der EU zu ändern, um sich diesen Herausforderungen zu stellen. Das Weißbuch erklärt als neues Ziel, den Zusammenhang von Verkehrs- und Wirtschaftswachstum aufzuheben, sich stärker nachhaltigeren Verkehrsmitteln (Intermodalität), wie Eisenbahnen und Wasserwege, zuzuwenden und den öffentlichen Verkehr zu modernisieren (siehe LinksDossier über Weißbuch Verkehrspolitik). 

Im Juni 2006 verschrieb sich die EU-Strategie für nachhaltige Entwicklung den gleichen Zielen Die Halbzeitbilanz zum Verkehrsweißbuch, ebenfalls im Juni 2006 angenommen, verweist jedoch nicht darauf, das Wachstum im Verkehrsbereich zu bremsen; stattdessen befürwortet sie eine ‚Abkopplung des Verkehrswachstums von seinen negativen Auswirkungen’.

2006 hat die Kommission auch im Rahmen des Sechsten Aktionsprogramm für den Umweltschutz eine 
thematische Strategie für die städtische Umwelt
angenommen. Die Strategie bestimmt die städtische Umwelt als einen Bereich, der wesentlich zum Erreichen der politischen Ziele in Feldern wie Klimawandel, Energieeffizienz, Verkehrsbelastung, alternative Kraftstoffe, Verkehrsmittelwahl, Sicherheit im Straßenverkehr, industrielle Wettbewerbsfähigkeit, Umwelt, Gesundheit und soziale Integration beitragen könne.

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