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20/01/2017

Das Pariser Abkommen: Planen allein reicht nicht – jetzt muss auch etwas passieren!

Entwicklungspolitik


Postfaktische Entwicklungspolitik

Nun also beginnt Donald Trumps Umsetzung einer “America first”-Politik. Der Versuch, (vermeintlich) nationale Vorteile gegenüber der gemeinsamen Bearbeitung globaler Herausforderungen auszuspielen, wird zur Doktrin US-amerikanischer Politik erhoben.

Ohne Entwicklungspolitik keine Bewältigung internationaler Krisen

Wie werden wir in 12 Monaten das Jahr 2017 bezeichnen? 2015 war ein Jahr, in dem es der Staatengemeinschaft gelungen ist, wegweisende Beschlüsse für Klimaschutz und eine global nachhaltige Entwicklung zu fassen.

2017: Nach dem Zauber des Anfangs

Nach den historischen Beschlüssen des Jahres 2015 zur Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen und dem Pariser Klimaabkommen hat das Jahr 2016 viel Aufbruch gesehen, innerhalb der Staaten wie international. Weltweit haben zahllose Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft die 17 Ziele und die Klimaagenda zu ihrer eigenen Sache gemacht. Ein bemerkenswertes Momentum. Doch es gibt auch Beobachtungen, die Anlass zu Sorge geben.

Nahost und Nordafrika: Kein Konflikt-Ende mit autoritären Regimen alten Stils

Viele MENA-Länder mögen nach den Aufständen des Arabischen Frühlings heute kurzfristig stabil sein - längerfristig laufen sie jedoch Gefahr zu implodieren. Dennoch stützen viele Geberländer weiterhin die alten Gesellschaftsverträge.

Die GAP-Standards sind der Schlüssel

Landwirtschaftliche Erzeugnisse aus Indien und Thailand werden von der EU und den USA größtenteils zurückgewiesen. Der Grund sind mangelnde Standards in der Lebensmittelsicherheit. Um das zu ändern, braucht es die Zusammenarbeit von Regierungen und Privatwirtschaft.

Die Zeit der Unschuld ist vorbei

Vor ein paar Jahren noch hatte die Idee etwas Unappetitliches: Ländern, die bei der Rücknahme von Flüchtlingen oder Migranten nicht kooperieren, die Entwicklungshilfe kürzen. Heute ist das in Europa weitgehend akzeptierte Politik. Und die Schweiz bereitet den nächsten Schritt vor.

Neue Dringlichkeit für alte Themen

Vom 28. November bis zum 1. Dezember 2016 treffen sich Akteure der internationalen Zusammenarbeit in Nairobi auf dem zweiten Hochrangigen Treffen der „Globalen Partnerschaft für wirksame Entwicklungszusammenarbeit“ (GPEDC). Wenn wir über die globale Wirksamkeitsdebatte nachdenken, sollten wir zunächst den Weg würdigen, der bereits zurückgelegt worden ist.

Wirtschaftspartnerschaftsabkommen: Warum brauchen sie so lange?

Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (WPAs) sind Handelsabkommen, die zwischen der EU und der Gruppe der afrikanischen, karibischen und pazifischen Staaten (AKP), die sich in einen regionalen wirtschaftlichen Integrationsprozess befinden, ausgehandelt werden.
Energie und Umwelt 17-10-2016

Nachhaltige Stadtentwicklung: Was steht auf dem Spiel?

Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt schon in Städten, Megacities wachsen - und stehen vor etlichen Problemen. In Quito berät die UN-Siedlungskonferenz zurzeit, wie dabei Nachhaltigkeit, Klimaschutz und der Schutz der Zivilgesellschaft bewahrt werden.

Hunger - Konstante in Zeiten des globalen Überflusses

Am kommenden Sonntag zelebriert die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UN den Welternährungstag. Gibt es wirklich Grund zum Feiern, während die Zahl der Hungernden weltweit erschreckend konstant bleibt?

Kooperation mit Afrika – ein strategisches Thema der Kanzlerin!

Noch vor wenigen Jahren wäre die Aufmerksamkeit undenkbar gewesen, die der afrikanische Kontinent gegenwärtig erfährt. Die deutsche und europäische Politik sind angesichts anhaltender Flucht- und Migrationsbewegungen aus verschiedenen Teilen Afrikas erheblich unter Druck geraten.

Warme Worte – und sonst?

Angesichts von über 65 Millionen Flüchtlingen und Vertriebenen weltweit befassten sich am vergangenen Montag die Vereinten Nationen auf einem eigenen Gipfel mit großen Flucht- und Migrationsbewegungen.


Umgang mit Autokratien: Helfen die globalen Nachhaltigkeitsziele?

Rapprochement oder Sanktionen? Nicht zuletzt durch die Flüchtlingskrise hat die Frage, wie wir mit autoritären Regimen umgehen sollen, an Brisanz gewonnen.

G20-Gipfel: Die Themen Globalisierung und offener Handel brennen weiter

China will sich als globale Gestaltungsmacht mit einer langfristigen Vision präsentieren - erfüllt es die Voraussetzungen? Das wird sich auch beim G20-Gipfel in Hangzhou zeigen, wo Streitpunkte zu Handelsbeziehungen und der Entwicklungszusammenarbeit anstehen.

Fairtrade - aber richtig: Wie die UN die SDGs fördern könnten

Trinkt Kaffee, Tee und Kakao - aber wirklich fair! Die Ziele für nachhaltige Entwicklung machen wenig Sinn, wenn die UN-Institutionen nicht vorbildhaft die SDGs unterstützen - und dabei auch sogenannte „Fairtrade“-Produkte hinterfragen, schreibt Fernando Morales-de la Cruz in einem offenen Brief an UN-Generalsekretär Ban Ki-moon.

Wasser statt Waffen

Afrikas Eliten sollten endlich ihre Prioritäten ändern, meint Volker Seitz. Der Kontinent hat enormes wirtschaftliches Potenzial, doch der Mangel an Trinkwasser hemmt das Wachstum.

Die deutsch-französische Politik in Nordafrika muss sich neu erfinden

Seit den Umbrüchen von 2011 steht die europäische Außen- und Entwicklungspolitik vor neuen Aufgaben im Maghreb: Demokratisierung, Kampf gegen Terrorismus, Flüchtlingskrise - die Herausforderungen sind gewaltig und drängen. Ein einheitlicher Ansatz fehlt.

Zersplitterte Entwicklungszusammenarbeit im Zeitalter der 2030 Agenda

Wie steht es um die Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung? Sicher ist: Weil immer mehr unterschiedliche Akteure mit ganz unterschiedlichen Zielen und Instrumenten im Spiel sind, drohen sich Effekte von Projekten gegenseitig aufzuheben.

"Der Rauch von Feuer erinnert die Kinder an abgebrannte Häuser"

Frieden und Aufschwung hat die Unabhängigkeit dem Südsudan bisher nicht gebracht, trotz internationaler Bemühungen. Die aktuelle Realität steht nach Ansicht der Kinderhilfsorganisation World Vision in scharfem Kontrast zu den Hoffnungen vieler Menschen.

Steuerfragen: Mehr Kooperation mit Entwicklungsländern nötig

Zwei große Mechanismen schmälern das Steueraufkommen in Entwicklungs- und Schwellenländern: Reiche Individuen entziehen sich ihrer Steuerpflicht, indem sie Gelder ins Ausland abziehen und falsche Angaben zu Einkommen und Vermögen machen. Große, international operierende Unternehmen nutzen zwischenstaatliche Gesetzes- bzw. Regulierungslücken und verlagern Gewinne („Steuersubstrat“) künstlich in Staaten mit besonders niedriger Steuerquote.

Hält der Frieden in Liberia nach dem UN-Rückzug?

Die UN-Mission in Liberia hat die Verantwortung für die Sicherheit wieder vollständig an die Regierung gegeben. Die wirkliche Bewährungsprobe steht nun noch bevor, meinen Judith Vorrath und Moritz Gruban.

Was nun? Europäische Außen- und Entwicklungspolitik nach dem Brexit

Wenn die EU-Staats- und Regierungschefs sich morgen in Brüssel treffen, ist die Stimmung vermutlich auf dem Tiefpunkt angekommen. Die Briten haben sich mit einer knappen Mehrheit von 52 Prozent dafür ausgesprochen, die EU zu verlassen. Die ‚Leave‘-Stimmen konzentrierten sich auf England und Wales; Schottland und Nordirland haben mit großer Mehrheit für den Verbleib in der …

Was kann und sollte Entwicklungspolitik zur Bekämpfung von Fluchtursachen tun?

Der heutige Weltflüchtlingstag kommt mit einem neuen traurigen Rekord daher: Ende 2015 waren 65 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht – so viele wie nie.
Energie und Umwelt 06-06-2016

Das Pariser Abkommen: Planen allein reicht nicht – jetzt muss auch etwas passieren!

Nach den Verhandlungen für das historische Klimaabkommen in Paris im letzten Dezember, der denkwürdigen Unterzeichnungszeremonie in New York und viel Schulterklopfen trafen sich in den letzten Wochen die Klimaakteure erneut in Bonn.