Facebook: Vor US-Wahl Tausende Anzeigen aus Russland geschaltet

Es sei ungesetzlich, wenn Ausländer direkt oder indirekt Geld für US-Wahlen aufwenden würden, meinen Mitarbeiter der US-Wahlkommission. [Spencer E Holtaway/Flickr]

Vor der US-Präsidentenwahl im Herbst 2016 wurden nach Angaben von Facebook offenbar Tausende Anzeigen mit politischen Botschaften aus Russland heraus in dem weltgrößten sozialen Netzwerk geschaltet.

Viele seien von 470 “nicht authentischen” Accounts und Seiten aufgegeben worden, die inzwischen gesperrt seien, teilte Sicherheitschef Alex Stamos am Mittwoch mit. Die Anzeigen im Wert von 100.000 Dollar hätten nicht einen einzelnen Kandidaten unterstützt. Stattdessen seien vielfach polarisierende Standpunkte zu Bereichen wie Einwanderung, Rasse und Rechte von Homosexuellen thematisiert worden.

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Ellen Weintraub von der US-Wahlkommission erklärte, die Wähler verdienten Aufklärung darüber, woher die Anzeigen stammten. Es sei ungesetzlich, wenn Ausländer direkt oder indirekt Geld für US-Wahlen aufwenden würden. Einem Facebook-Mitarbeiter zufolge gebe es Verdingungen zwischen den Anzeigen und einer bekannten russischen “Troll-Fabrik” in St. Petersburg, die Kommentare in sozialen Medien veröffentliche.

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