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03/12/2016

EU startet Abwehr russischer „Desinformation“ in Osteuropa

Ukraine und EU

EU startet Abwehr russischer „Desinformation“ in Osteuropa

Die ukrainische Regierung und der Westen werfen Moskau vor, einen "Informationskrieg" zu führen.

[Ana Paula Hirama/Flickr]

Fünf Monate nach einem entsprechenden Gipfelauftrag startet die EU-Kommission ihre Abwehr russischer „Propaganda“ in Osteuropa.

Zum 1. September solle ein ‚Eastern Strategic Communications Team‘ seine Arbeit
aufnehmen, berichtet die Wochenzeitung „Die Zeit“ laut Vorabmeldung in ihrer
am Donnerstag erscheinenden Ausgabe. Acht bis zehn Experten sollten den
„russischen Erzählweisen“ in Osteuropa die Sicht der EU entgegenstellen.

Zum Auftrag gehöre „die Entwicklung positiver Erzählweisen und
Kommunikationsprodukte“, auch in russischer Sprache, berichtet die „Zeit“. Die
Planungen sähen auch die Unterstützung unabhängiger russischsprachiger Medien
vor.

Der EU-Gipfel am 19. März hatte der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini
den Auftrag erteilt, bis Juni einen „Aktionsplan zu strategischer
Kommunikation“ auszuarbeiten. Ziel sollte es sein, vor allem mit Blick auf die
Ukraine-Krise „Russlands andauernden Desinformationskampagnen“ etwas
„entgegenzustellen“. Als erster Schritt wurde „die Schaffung eines
Kommunikationsteams“ in Auftrag gegeben.

Die ukrainische Regierung und der Westen werfen Moskau vor, einen
„Informationskrieg“ zu führen, um die Intervention in der Ukraine zu
rechtfertigen. Russland hatte in Europa in der jüngsten Vergangenheit auch
deutsch-, spanisch- und englischsprachige TV-Programme gestartet sowie einen
Informationsdienst, der eine „Alternative“ zu den dortigen
Nachrichtenangeboten bieten soll.