Europas Jugend und das EU-Parlament

In Europa leben mittlerweile mehr ältere als junge Menschen. Die Lebenserwartung steigt, während die Geburtenraten sinken. Renten- und langfristige Pflegekosten werden Europas Volkswirtschaften zunehmend belasten. Die wirtschaftliche Last einer alternden Gesellschaft liegt auf den Schultern der heutigen Jugend. Doch ist sie ausreichend auf Europas Zukunft vorbereitet? Wie kann das Europäische Parlament helfen?

Wir haben junge Europäer gefragt, welche Herausforderungen sie für ihre Zukunft sehen und wie das Europäische Parlament sie unterstützen kann.

Beschäftigung

Jugendarbeitslosigkeit hat der Wahrnehmung des europäischen Projekts geschadet. Mit der Wirtschaftskrise nahm die Jugendarbeitslosigkeit erschreckende Ausmaße an – und das in vielen europäischen Ländern, insbesondere in Griechenland, Spanien und Italien. Heute verbessert sich die Situation langsam. Europas Jugend jedoch davon zu überzeugen, dass der EU ihre Interessen am Herzen liegen, ist inzwischen um Einiges schwieriger.

Bildung

Bildung ist ein Eckpfeiler der europäischen Wirtschaftsstrategie. Sie muss auf bestehende Kompetenzlücken abgestimmt werden, damit man jene Innovationskraft erreichen kann, die Europas Exporte antreibt und jungen Europäern gute Karrierechancen bietet.

Das EU-Parlament stand an forderster Front des neuen Erasmus-Plus-Programmes, einer sehr erfolgreichen Erweiterung des Erasmus-Systems. Erasmus Plus bietet vielen jungen Europäern die Chance auf ein Auslandsstudium, bei dem sie wertvolle kulturelle und akademische Erfahrungen sammeln können. Seit seiner Einführung vor dreißig Jahren, haben mehr als neun Millionen Studenten direkt vom Erasmus-Programm profitiert.

Personenfreizügigkeit

Die Personenfreizügigkeit ist eine der größten Errungenschaften Europas. In den meisten Mitgliedsstaaten ist die derzeit  junge Generation ohne Binnengrenzen aufgewachsen.

Terrorgefahren und die Herausforderungen der Flüchtlingskrise bedrohen die Personenfreizügigkeit. Doch Europas Grenzen abzuriegeln und die Freizügigkeit einzuschränken, wäre womöglich die größte Gefahr für die europäische Wirtschaft sowie die Wahrnehmung des europäischen Projekts.

Digitale Wirtschaft

Innovation ist der Motor der europäischen Wirtschaft. Das EU-Parlament hat sich vorgenommen, in den nächsten Jahren einen digitalen Binnenmarkt zu schaffen. Dabei spielen junge Europäer als Erstanwender neuer Technologien eine wichtige Rolle. Sie können den digitalen Binnenmarkt mitgestalten.

Ob Europa seinen digitalen Einfluss in der Welt stärken kann, hängt davon ab, wie schnell es G5-Technologien einführen wird und ob junge Europäer bereit sind, in Europa zu bleiben, um in innovativen, ambitionierten Unternehmen Karriere zu machen.

Unternehmertum

Wird Europa in der Lage sein, intellektuelle und unternehmerische Talente in der EU zu halten? Darüber wird die Risikofreude der heutigen Jugend entscheiden. Bevorzugen junge Menschen Kalifornien als Tech-Paradies oder werden sie sich eher Europa verschreiben, um dort mit neuen Produkten, Dienstleistungen und geistigem Eigentum die digitale Revolution zu befeuern?

Um den Unternehmergeist zu fördern, setzt sich das EU-Parlament dafür ein, die Insolvenzvorschriften und Bürokratie für Start-ups zu reduzieren. Außerdem bietet die EU vielen Unternehmern Fördermittel.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung des Europäischen Parlaments erstellt.

Disclaimer:

Das Projekt wurde von der Europäischen Union im Rahmen des Zuschussprogramms des Europäischen Parlaments im Bereich Kommunikation mitfinanziert. Das Europäische Parlament war nicht in die Vorbereitung des Berichts involviert und ist keinesfalls verantwortlich für oder gebunden an die Informationen und Meinungen, die im Kontext dieses Projekts zum Ausdruck gebracht werden. Der geltenden Rechtsetzung nach obliegt die Verantwortung allein den Autoren, Befragten, Herausgebern oder Programmsendern. Das Europäische Parlament übernimmt keine Haftung für direkte oder indirekte Schäden, die aus der Umsetzung dieses Programms heraus entstehen könnten.