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24/07/2016

Friedensnobelpreis 2014 für Ashton, Dacic und Thaci?

Soziales Europa

Friedensnobelpreis 2014 für Ashton, Dacic und Thaci?

Foto: dpa

Die Sozialdemokraten im Europäischen Parlament schlagen die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton sowie die Regierunsgchefs von Serbien und Kosovo für den Friedensnobelpreis vor, wie EurActiv.de erfuhr.

In einem Schreiben vom 24. Januar 2014 an den Vorsitzenden des Nobelpreiskomitees, Thorbjörn Jagland, schlagen die europäischen Sozialdemokraten drei Akteure der Balkan-Politik vor: Neben der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton sind es Ivaca Dacic, der Ministerpräsident von Serbien, und Hashim Thaci, sein Amtskollege von Kosovo. 

Bereits vor vier Wochen hatten auch Vertreter des US-Kongresses einen solchen Vorschlag an das Nobelpreiskomitee verfasst.

Der Brief an das Nobelpreiskomitee trägt das heutige Datum und die Unterschrift des österreichischen EU-Parlamentariers Hannes Swoboda, des Vorsitzenden der Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialisten & Demokraten im Europäischen Parlament.

Ashton, Dacic und Thaci sollen für ihren Einsatz und die erreichten Erfolge der vergangenen Monate gewürdigt werden, der Preis sollte aber auch als Motivation für den letzten Anstoß für einen dauerhaften Frieden dienen.

Die Beziehungen zwischen den Schlüsselländern im Balkan-Konflikt, Kosovo und Serbien, seien fragil, aber existent. Man müsse sich eingestehen, dass es der Europäische Gemeinschaft nicht gelungen sei, den Jugoslawien-Krieg mit 140.000 Opfern zu verhindern. Die Bemühungen um eine Normalisierung hätten die Möglichkeit eröffnet, Frieden und Zusammenarbeit zu bewirken. Swoboda schreibt: "Ich glaube, dass wir Zeuge geworden sind, wie das kleine "Window of Opportunity" zwischen Kosovo und Serbien derzeit offen sei. Frühere Konflikte in der Welt hätten gelehrt, dass es mitunter nur ein kleines Zeitfenster, eine einmalige Gelegenheit für eine stabile Friedenslösung gebe.


Ewald König