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28/09/2016

Auswirkungen der Stoffpolitik auf die europäische Industriepolitik

Ressourcen und Umwelt

Auswirkungen der Stoffpolitik auf die europäische Industriepolitik

Wie die moderne europäische Industriegesellschaft im Zusammenwirken mit Politik, Wissenschaft und Industrie zahlreiche Zielkonflikte aufzeigen und Lösungen erarbeiten kann, wurde bei einem EurActiv-Workshop in Berlin diskutiert. Foto: Simon Harik

Welche Auswirkungen hat die Stoffpolitik auf die europäische Industriepolitik und welche Konsequenzen ergeben sich für Bürger, Industrie und Politik? Dazu wurde unter anderem beim EurActiv.de-Workshop in Berlin mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Industrie diskutiert. Ein Video-Beitrag zur Veranstaltung.

EurActiv.de lud am 13. November zum mittlerweile sechsten Europäischen Industrie-Dialog Brüssel-Berlin in das Haus der Bundespressekonferenz. Das Thema: Die Auswirkungen der Stoffpolitik auf die europäische Industriepolitik.

Diskutiert wurde, wie die moderne europäische Industriegesellschaft im Zusammenwirken mit Politik, Wissenschaft und Industrie zahlreiche Zielkonflikte aufzeigen und Lösungen erarbeiten kann.

Der Hintergrund

Deutschland will neben der Energie- und Klimapolitik auch in der Chemikalienpolitik eine Vorreiterrolle einnehmen. Doch wie können Umwelt und Gesundheit geschützt werden, ohne die Industrie über Gebühr zu belasten und industrielle Produktion in Deutschland und Europa zu gefährden?
 
Die EU-Kommission gewichtete die industriepolitischen Ziele für einen stabilen Binnenmarkt stärker als dessen Einschränkung. Demgegenüber entstehen allerdings durch Stoffpolitik und andere Umweltgesetzgebungen Zielkonflikte.

Kernfragen der Diskussion

– Welche Auswirkungen hat die Stoffpolitik auf die europäische Industriepolitik und welche Konsequenzen ergeben sich für Bürger, Industrie und Politik daraus?  
– Wie ist mit einer Stigmatisierung von Stoffen umzugehen, die für die gesamte nachfolgende Wertschöpfungskette, Industrienetzwerke und die Verbraucher von großer Bedeutung sind?
– Wie kann bei der europäischen Stoffpolitik darauf geachtet werden, dass der Umgang mit gefährlichen Stoffen und damit wesentliche Teile der Produktion nicht einfach ins außereuropäische Ausland verlagert werden?
– Ist ein verantwortungsvoll abwägendes Risikomanagement aller Stakeholder der Schlüssel für das Auflösen dieser Zielkonflikte?
– Welche Herausforderungen, Risiken und Chancen ergeben sich aus einer balancierten europäischen Stoffpolitik?

Die Panelisten

Dr. Matthias Heider (Mitglied des Bundestages, CDU)
Dirk Jepsen (Ökopol)
Dr. Dietmar Kopp (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie)
MinR Alexander Nies (Bundesumweltministerium)
Britta Reimers (Mitglied des Europäischen Parlamentes, ALDE)
Dr. Martin Wieske (WirtschaftsVereinigung Metalle WVM)

Moderation: Thomas Franke (CEO von EurActiv.de)

Red.