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30/05/2016

Spanien ist für eine Umverteilung nicht genutzter Fangquoten

Landwirtschaft und Ernährung

Spanien ist für eine Umverteilung nicht genutzter Fangquoten

Spanien will neues System für die Erteilung und Verwaltung von Fangquoten

Foto: EPA/LUCHO XIL (c) dpa

Die spanische Landwirtschaftsministerin Isabel García Tejerina hat sich während einer Sitzung des Ministerrates für eine „Umverteilung“ nicht genutzter Fangquoten auf andere Länder ausgesprochen. EurActiv Partner EFE berichtet.

Während einer öffentlichen Debatte über ein neues System für die Erteilung und Verwaltung von Fangquoten sagte García Tejerina, dass Spanien die „Umverteilung“ jeglicher „nicht genutzter Fangmöglichkeiten“, vor allem in Bezug auf Dritte, befürwortet.

Die Debatte wurde einberufen, um den Brüsseler Entwurf zu diskutieren, der das gegenwärtige System der Verwaltung von Fangquoten ändern soll. Der Entwurf sieht vor, die Überwachung der EU-Flotten in internationalen Gewässern sowie die Schiffe Dritter in europäischen Gewässern zu verbessern.

Der vom Kommissar für Fischerei und maritime Angelegenheiten, Karmenu Vella präsentierte Vorschlag würde bedeuten, dass alle EU-Flotten, die außerhalb von Gemeinschaftsgewässern operieren, eine Genehmigung von den zuständigen Behörden des Landes, in dem das Schiff registriert ist, brauchen würden.

Ministerin García Tejerina betonte, dass eine Überarbeitung „sehr notwendig“ ist und von Madrid unterstützt wird. Spanien hat „die größte, am besten organisierte und standardisierte Flotte“ in der gesamten EU, die in den letzten Jahren „enorme Anstrengungen“ gegen die illegale Fischerei unternommen hat.

Auch in anderen spanischen Belangen wurde die EU Kommission tätig. So hat sie die spanische Fisch-Delikatesse „Mojama de Isla Cristina“ in das europäische Register der Geschützten geografischen Angaben (g.g.A., engl. PGI) aufgenommen und der auf den Kanarischen Inseln aus Schildläusen gewonnene rote Farbstoff Cochenille, der zum Färben von Wolle verwendet wird, als Geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.) gelistet.

Damit gehören diese beiden Produkte zu den rund 1.300 europäischen Qualitätsprodukten, die unter dem Schutz der EU-Gesetzgebung stehen und damit zu den wichtigsten Streitpunkten der laufenden TTIP Verhandlungen.

 

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